Prozess der Nächstenliebe

Gedicht




Nächstenliebe
zu üben ist gewiss notwendig und richtig.
Dieser Anspruch erschien mir einst nur theoretisch wichtig.
Doch in der Praxis offene Augen
für Mitmenschen zu haben, um herzliches Mitgefühl zu spenden?
Gab mir Gott diese Gaben?

Menschliche Werte,
wie Verständnis, Geduld und Rücksicht,
erschienen mir im Denken oft nur als fromme Pflicht.
Aufmerksamkeit soll ich nach der Bibel
auch Unsympathischen geben?
Aber wer will schon ausgenutzt werden im Leben?

Aber wenn
jeder egoistisch eingestellt wäre, das wäre schlimm.
Unnahbar oder gar oberflächlich mit sturem Sinn.
Statt das Miteinander schön und erträglicher
zu gestalten,
würde Desinteresse die Gemeinschaft nur erkalten!

Als ich einmal
prüfend mit meinen Gedanken allein,
erkannte ich, dass kann wohl nicht die Lösung sein.
Nächstenliebe ist ein so großes und
wichtiges Thema,
nicht länger wollte ich festhalten am alten Schema!

Jesu Worte
brachten schließlich meinen Irrtum ins Wanken:
Ich las von aufopfernder Liebe, die kennt keine Schranken.
Sie ist geduldig und gibt selbstlos
auf Andere acht.
Göttliche Liebe ist eben um das Wohl eines Jeden bedacht!

siehe auch 1. Korinther 13


(Gedicht, Autor: Ingolf Braun)


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