Lebensprüfung

Gedicht



Wenn dein Glaube schwindet,
wie Schnee in der Sonne vergeht.
Wenn die Hoffnung sich beuget,
wie ein Rohr sich im Winde bewegt

Die Freude zerfetzt in Stücke
vom Hass und bitterem Neid.
Die Schmerzen sie brodeln
und kochen, die Hitze steigt.

Blicke sie starren nach oben,
Angst prägt das Gesicht.
Die Wellen toben im Winde
um Rettung, Dein Mund schreit.

„Kein Zeichen weit und breit“

Das Treiben der Wellen
dem Hürden springen gleicht.
Ross mit Reiter dem Tode
geweiht - der Hilferuf bleibt.

Dein Kampf ist zu Ende,
verbraucht ist alle Kraft.
Die Hand geht nach oben.
Es beginnt die stille Nacht.

Jesu Stimme laut rufet,
deine Hand die Rettung spüret.
Jesu Liebe hat dich nicht verloren,
bist nun von neuem geboren.

Jesus rettet dich heute
in den Stürmen dieser Welt.
Seine Hand ist für dich offen,
wenn du jetzt um Hilfe flehst.


(Gedicht, Autor: Hermann Müller )


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