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Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Galater 6,14
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Nun gehören unsre Herzen ganz dem Mann von Golgatha,
der in bittern Todesschmerzen das Geheimnis Gottes sah.
Das Geheimnis des Gerichtes über aller Menschen Schuld,
das Geheimnis neuen Lichtes aus des Vaters ewger Huld.
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Frage:
Warum ist das Kreuz für manche Menschen anstößig?
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Zum Nachdenken: Gerade die sogenannten Gutmenschen bestehen geradezu darauf dafür zu bezahlen was sie anderen schuldig sind. Sie können und wollen für ihre eigene Schuld gerade stehen. Und so können auch manche Christen die tiefe Bedeutung des Kreuzes nicht für sich in Anspruch nehmen. Paulus demütigt sich vor dem Kreuz und er will sich nicht selbst rühmen.
Für mich bedeutet es, meinen eigenen Bankrott anzuerkennen; meine Sünden aufrichtig bei Jesus am Kreuz abzulegen und es zuzulassen, dass ER für meine Schuld gestorben ist. Jesus hat den vollständigen Sieg über die Sünde errungen. Jesus allein gebührt der Ruhm, die Ehre und die Dankbarkeit! Ich bete zu Gott, dass ER mir hilft, mich selbst loszulassen und mir Kraft schenkt Ihm zu vertrauen. |
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| Herr, erbarme Dich!
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Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.
Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.
Jesaja 55,6+7
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„HERR, ERBARME DICH!“
Das ist mein liebstes und häufigstes Gebet. Wenn ich es ausspreche, spüre ich meist, dass sich etwas in mir entspannt (vielleicht meine Seele?), dass ich ruhig werde und durchatmen kann. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich in diesen Momenten auch selbst Erbarmen mit mir habe – mit meinen Fehlern, Schwächen, Irrtümern, Zweifeln, mit meinem Unglauben, meiner Sündhaftigkeit und meiner Schuld. Wenn ich von Gott als dieses erbarmungswürdige Wesen angenommen (und womöglich sogar geliebt?) werde – wenn ich das glaube – dann kann ich mich auch selbst so annehmen, wie ich bin. Und wäre ich die allererbärmlichste Kreatur, wäre ich doch Kreatur Gottes und seines Erbarmens würdig.
Wir reden oft von „Menschenwürde“ und meinen damit, dass ein Mensch von anderen Menschen mit Würde behandelt werden soll – was immer auch im konkreten Fall darunter zu verstehen sein mag. Doch wenn ich irgendwann alt, krank, gebrechlich, vielleicht geistig verwirrt bin, wenn äußerlich nichts Würdiges mehr an mir ist – kann ich dann sicher sein, dass ich den anderen wenigstens erbarmungs-würdig sein werde? Es wird dann viele Alte geben, und die Jüngeren haben vielleicht mit sich selbst genug zu tun. Es könnte also sein, dass die letzte und wahre Würde des Menschen – die kein anderer Mensch ihm nehmen kann – darin besteht, Erbarmen bei Gott zu finden.
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(Autor: Torsten Hesse) |
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