Ostern

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 28.01.2026

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Gottes Züchtigungen annehmen

Horch! Der HERR ruft der Stadt zu - Rettung ist es, deinen Namen zu fürchten: Hört, was die Zuchtrute ist und wer es so bestimmt hat!

Micha 6,9

Ach Gott, verlaß mich nicht!
Ich ruf aus Herzensgrunde;
Ach Höchster, stärke mich
in jeder bösen Stunde.
Wenn mich Versuchung plagt
und meine Seel anficht,
so weiche nicht von mir;
ach Gott, verlaß mich nicht!

Frage: Wieso gefallen mir Gottes Züchtigungen nicht?

Zum Nachdenken: Wenn ich Zeiten durchlebe die mir sehr weit weg scheinen von der Gegenwart und Liebe Gottes, dann hadere ich mit mir selbst. Ich wühle mich im Selbstmitleid und mir geht es gar nicht gut. Es sind Zeiten, in denen ich angegriffen werde; in denen mich die Pfeile des Teufels treffen; gerade auch im engsten Kreis meiner Mitmenschen, bei der Arbeit und durch Umstände in der Welt.
In diesen Lebensphasen muss ich lernen, ganz bewusst Gott zu vertrauen. Ich muss mich vor Ihm beugen, denn Seine Züchtigungen soll ich annehmen. Ich darf nicht nach eigenen Lösungen suchen, sondern soll ausharren in der Nähe Gottes. Er wird es wohl machen. Das ist schwer, sehr schwer. Aber sollte Gott mich zu Fall bringen? ER ist doch ein liebender Gott. ER liebt mich bedingungslos, ER bringt mich durch diese dunklen Täler hindurch. Ich danke meinem Gott, dass ER mich bewahrt bis in alle Ewigkeit.

Ostern, Auferstehung Jesu

Inhalt

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(Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Ostern / Jesu Auferstehung-Menüs geblättert werden)


Der Feind trieb groß Geschrei - Kurzfassung


In dem gern gesungenen Osterlied „Auf, auf, mein Herz mit Freuden“ (EG 112), findet Paul Gerhardt die unnachahmlichen Worte (Vers 2): „Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei. “Dieses“ Geschrei“ steht für all das, was Jesus „vom Feind“ in der Passion erdulden musste.

Doch wer war der Feind? „Natürlich die Juden! Wer denn sonst?“, wird manche Antwort lauten. Doch die Täterschaft „der Juden“ (genau genommen der damaligen jüdischen Elite) hat Hintergründe. In der Passionsgeschichte wird diese Elite am augenfälligsten durch Hannas und Kaiphas verkörpert. Das eigentliche Volk dagegen war Jesus im allgemeinen zugetan, woran selbst das „Kreuzige ihn!“ eines aufgestachelten Mobs nichts ändert.

Zur Schuld „der Juden“ findet Petrus in seiner Pfingstpredigt(Apostelgeschichte 2) ungeschminkte deutliche Worte: „Diesen Mann, der durch Gottes Ratschluss und Vorsehung dahingegeben war, habt ihr durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht.“ (Apostelgeschichte 2,23). Durch den Verweis auf die mitbeteiligten "Heiden" wird jedoch schon deutlich, dass das Leiden und Sterben Jesu kein Alleinstellungsmerkmal der Juden war. Doch hinter deren Urheberschaft in Verbindung mit der Ausführung durch die Römer steckt noch mehr. Im ersten Brief an die Korinther spricht der Apostel Paulus in Kapitel 2 von der „Weisheit“ Gottes und den Auswirkungen der Verkennung derselben (Vers 8): „Denn wenn sie (die Herrscher dieser Welt) diese erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.“ „Herrscher dieser Welt“ - hier werden die eigentlichen, globalen Hintergründe des Geschehens deutlich, von Pilatus ungewollt symbolisiert durch die dreisprachige (hebräisch, lateinisch und griechisch) INRI-Aufschrift ("Jesus von Nazareth, König der Juden") am Kreuz.

Doch nicht das „Geschrei“ am Karfreitag ist das letzte, auch nicht die globale Schuldfrage, die der Gekreuzigte als „das Lamm Gottes“ ein für allemal gelöst hat, sondern das frohmachende Geschehen am Ostermorgen: „Eh er’s („der Feind“) vermeint und denket, ist Christus wieder frei!“

Wer wollte da nicht in die frohen Osterlieder einstimmen, etwa: „Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit“ mit dem vierfachen Halleluja (EG 100).


(Autor: Gerhard Nisslmueller)


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