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Ich sammelte mir auch Silber und Gold, Schätze der Könige und Länder … Und ich wurde größer und reicher als alle, die vor mir in Jerusalem gewesen waren … ich versagte meinen Augen nichts von allem, was sie begehrten; ich hielt mein Herz von keiner Freude zurück … Als ich mich aber umsah nach all meinen Werken, die meine Hände gemacht hatten, und nach der Mühe, die ich mir gegeben hatte, um sie zu vollbringen, siehe, da war alles nichtig und ein Haschen nach Wind, und nichts Bleibendes unter der Sonne!
Prediger 2,8-11
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Ruhm und Reichtum sie sind nichtig
und dem Menschen oft viel zu wichtig.
Was im Leben wirklich zählt,
das wird selten nur gewählt!
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Frage:
Lohnt es sich nach Ruhm, Reichtum und weltlichen Freuden zu trachten und sich dafür abzumühen?
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Zum Nachdenken: Unter Salomo hatte Israel seine größte Ausdehnung und Glanzzeit vor aller Welt. Was will ein König mehr! Offen gab Salomo aber sein letztlich sinnloses Trachten nach Reichtum und weltlichen Freuden zu - weil es nicht bleibt und `haschen nach Wind ist`. Ähnlich prophezeit Daniel 2,35 über all die großen Weltreiche, dass sie vom Winde verweht werden und keine Spur mehr bleibt! Mehr noch: diese Erde wird vergehen (Off. 21,1) und damit selbst Weltreiche überdauernde Bauwerke wie die Pyramiden verschwinden!
Daher kann nur dringend geraten werden nach himmlischen Güter zu trachten und `Schätze im Himmel zu sammeln` (Matth. 6,20)! |
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| Antwort das Kreuz - als Gegenfrage
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Anfang des Jahres 1975 war ich zum Militärdienst in Rumänien. Die Tage als Soldat vergingen schnell, denn jeder Tag war ausgefüllt mit Programm oder Wache schieben.
Eines Tages kam die Nachricht: der große Marsch ist geplant. Keiner wusste so genau um was es geht, außer dass es eine Strecke, die etwa 35 bis 40 km und mit voller Kampfausrüstung, zu Fuß zu bewältigt ist.
Der Marsch war eine schwere Prüfung für mich.
Die Tage nach dem Marsch war ich innerlich unruhig. Ich wollte wissen von Gott dem himmlischen Vater warum mein Gebet in so schwerer Lage nicht erhört wurde.
Dieser Gedanke bewegte tief mein Herz, denn einer bewussten Sünde konnte ich mich nicht erinnern.
Dann kam eine Zeit wieder Wachposten zu halten.
Diesmal wurde mir zugeteilt Wache an der Fahne zu halten.
Eigentlich sehr gefährlich, weil man oft kontrolliert wurde.
Wehe, wenn es nicht ordnungsgemäß gehandelt wurde.
Die Fahne stand am Ende eines circa zwei Meter breiten Korridors mit einem seitlichen Zugang.
Schon etliche Meter vor der Fahne musste man warnen. Wenn die Warnung nicht befolgt wurde, galt die Anweisung schießen nach den vorgegebenen Regeln.
Als ich die Nachtwache von 0 Uhr bis 3 Uhr hatte, konnte ich ohne Druck über das Problem nachdenken.
Ich fragte ständig: “Warum hast du Herr Jesus mich verlassen? Habe ich dich so betrübt, dass du mit mir nicht mehr sprechen willst? Herr vergibt mir, wenn dass der Fall ist?
Herr du weißt, dass ich dich liebe. Heiliger Geist bist Du betrübt über mich? Vater hilf mir?
So drehte sich das Gedankenkarussell mit Fragen und eigenen Vorwürfen weiter.
Auf einmal spürte ich innerlich die Antwort.
Es war eigentlich keine Antwort, sondern eine Frage, die mir der Heilige Geist stellte.
Die Frage lautete: “Wolltest du besser sein als Dein Meister?“
Auf einmal begriff ich um was es eigentlich ging.
Die Tränen rollten über mein Gesicht.
Und ich betete mitten in der Nacht: “Oh nein, Herr, vergib mir.
Herr Jesus Du hast dich nicht geschämt zu fallen auf dem Weg zum Kreuz. - Ich schäme mich.
Herr Jesus Du hast Dich nicht geschämt schwach zu sein und Spott zu erleiden. - Ich schäme mich.
Oh Herr, ich möchte nicht anderes sein wie Du."
Ich weinte vor Erleichterung, denn meine Seele hat endlich etwas begriffen vom Geheimnis des Kreuzes.
Keiner kann das Kreuz Jesus tragen.
"Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.„ (Jesaja 53,4+5)
Doch unser persönliches Kreuz, wenn wir es in der Nachfolge Jesus tragen, wird uns dieselben Erfahrungen lernen wie das Kreuz Jesus.
Lernen was es bedeutet schwach zu sein, Jesus wurde schwach für mich. Es wird mich lernen was es bedeutet zu fallen unter der Last des Kreuzes, ohne zu verzweifeln, Jesus wurde schwach für mich.
Es wird mich lernen, mich nicht zu schämen, wenn man mich spottet, denn Jesus wurde für mich verspottet.
Es wird mich lernen was es bedeutet verlassen zu sein, denn Jesus ward für mich verlassen.
In dieser Nacht als Wache an der Fahne, war ein wichtiges Ereignis auf dem Weg der Nachfolge Jesus.
Ich war erleichtert von dem Druck des Versagens und der Schande.
Auf einmal war es mir bewusst, dass eigentlich gar nichts passierte, wenn ich mit dem Lastwagen gefahren wäre. Außer dass mein Stolz und mein Ruhm gelitten hätte.
Die Zeit der Wache ging zu Ende und meine Seele konnte ruhen mit dieser Antwort.
Jeus sagt: „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Lukas 9,23)
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(Autor: Hermann Müller ) |
Copyright © by Hermann Müller
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