Gottes Schöpfung

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 17.01.2021

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Jesus im Zentrum unseres Lebens und Herzens

Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische lag an der Brust Jesu, den hatte Jesus lieb.

Johannes 13,23

Jesus, Dir will ich mich weihen
und ganz in Deiner Nähe sein,
will beständig auf Dich schauen
und Dir ganz und gar vertrauen!

Frage: Suchen Sie die beständige Nähe zu Jesus Christus?

Aufruf: Zurzeit Jesu „lag man zu Tisch“ und Johannes war offenbar bestrebt immer direkt neben Jesus in dessen direktem Blickfeld zu liegen! Johannes bezeugte immer wieder seine Liebe zu Jesus und fühlte sich auch von Jesus geliebt. „Liebe“ war das große Thema seiner Briefe – was ja auch das „höchste Gebot“ ist (Matth. 22,36-40). Bemerkenswert ist auch, dass Johannes der „Gewürdigte“ war, die Offenbarung zu empfangen! Lasst uns auch Jesus wie Johannes von ganzem Herzen lieben und beständig Seine Nähe suchen!

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Alles gehört Gott!



Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert beide, den Leviathan, der eine flüchtige Schlange, und den Leviathan, der eine gewundene Schlange ist, und wird den Drachen im Meer erwürgen....

Jesaja 27, 1-5 (Luther 1912)


"Jedem das Seine und mir das Meiste!", - das ist ein ziemlich ulkiger Spruch, der nicht ganz ernst gemeint ist und dennoch eine tiefe Sehnsucht von uns Menschen zum Ausdruck bringt: Viele spielen Lotto in der Hoffnung, das ganz große Los zu ziehen und den Jackpot alleine zu knacken, obwohl jeder weiß, dass die Chancen darauf äußerst gering sind. Spieler und Spielsüchtige träumen, den ganz großen Hauptgewinn zu haben. Im Grunde wollen wir alle immer mehr, und kaum jemand würde es sich lange überlegen, die Millionen gegen eine Milliarde umzutauschen.

Langer Rede kurzer Sinn: Im Grunde wollen wir alle gerne viel besitzen, wir sehnen uns nach immer mehr, selbst dann, wenn wir weitaus mehr haben als wir brauchen und benutzen können. Der Wunsch nach Eigentum lässt Menschen spekulieren, auf dubiose Finanzmakler, Vermögens- und Anlageberater hereinfallen und auch Glücksspiel und riskante Wetten einzugehen.

Aber mal ehrlich: Wir mögen viel besitzen, wir mögen viel unser eigen nennen, doch was gehört uns wirklich? Das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen, und diejenigen, die geknausert haben, um sich ein großes Vermögen anzusparen, hinterlassen in der Regel nur fröhliche Erben, die sich die Hände reiben, weil ihnen Reichtum in den Schoss fällt. Doch auch sie nehmen nichts mit auf ihrer letzten Reise. Im Grunde ist das, was wir haben, nur geliehen: Es gehört einem Anderen, und der Leser fragt sich natürlich: "Wem denn?"

Nun: Alles gehört Gott; das geht aus dem obigen Bibelabschnitt hervor, und es ist auch zwingend logisch, denn schließlich ist Gott der Urheber und Schöpfer aller Dinge. Die Erde mit allem, was darauf ist, gehört Ihm, und natürlich gehört Ihm auch der ganze Weltraum. Das, was Er uns gibt an Lebensmitteln, an Geld, an Wohnraum, an Besitz entspringt Seiner Gnade. Jederzeit kann Er den Reichtum und die Macht eines Menschen wegnehmen und diese einem Anderen geben.

Deshalb sollen wir Gott dankbar sein für das, was Er uns gibt. Das mag uns wenig erscheinen, aber wollen wir oft nicht zuviel? Übersehen wir dabei nicht oft genug, dass Kleidung, ausreichend Nahrung und ein Dach über dem Kopf schon enorm viel sind und nicht selbstverständlich?

Oft sehe ich kranke und leidende Menschen, die gebrechlich und pflegebedürftig sind, auch bereits in sehr jungen Jahren. Es gibt viele, die früh verrentet werden, weil die Psyche und der Körper streikt oder weil ein Unfall jemanden zum Invaliden gemacht hat. Ich erkenne dann, dass es nicht selbstverständlich ist, gesund zu sein und bin dankbar an der Gesundheit, der ich mich erfreue. Ich empfange sie ja aus Gottes Hand.

Auch Hiob hatte erkannt, dass der Herr es ist, der gibt und nimmt und pries Seinen Willen. Gott, dem alles gehört, ist zugleich ein treusorgender Vater für Seine Kinder. Das bedeutet nicht, dass Er uns Leid erspart. Armut, Arbeits- und Obdachlosigkeit sind Dinge, die auch Christen treffen. Wie man in der Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus nachlesen kann, hatte Lazarus gerade einmal das nackte Überleben, eine Geschichte, die zugleich zeigt, dass ein Wohlstandsevangelium auf recht wackeligen Füssen steht, auch wenn es so vielversprechend klingt.

Besonders für Christen, die im Laufe der Geschichte Verfolgung durchleiden mussten und auch heute noch - insbesondere in der islamischen Welt - Verfolgung durchleiden und auch in Zukunft durchleiden werden, ist die Situation besonders fatal. Es gibt Gebiete, in denen Christ sein lebensgefährlich ist. Sie rufen, sie schreien zu Gott und brauchen unser Gebet und unsere Unterstützung, auch materiell.

Dennoch empfinde ich es trostreich, dass Gott alles gehört: Wir, die wir Jesus Christus als unseren ganz persönlichen Retter und Erlöser angenommen haben, sind Sein Eigentum und dürfen uns darauf verlassen, dass Ihm auch unsere Zukunft gehört, die erst richtig anfängt, wenn wir in die andere Welt, in Sein Königreich eingegangen sind.

Dietrich Bonhoeffer hat dies gewusst. Auf die Bemerkung eines seiner Henker, dass gleich alles aus sei, antwortete Bonhoeffer in Frieden und mit aller Gewissheit: "Nein, gleich fängt alles erst an!"

Ich finde es gut, dass Gott alles gehört, dann kann Er mir auch alles geben, was ich brauche, auch den Mut, Ihn zu bekennen und die Freude, einst bei Ihm zu sein.


(Autor: Markus Kenn)


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