Gottes Wille

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 02.07.2026

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Gott gab Seinen geliebten Sohn wegen unserer Sünden dahin, um uns zu retten!

Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.

Sacharja 12,10

Der Schmerz, Schuld am Tod des Sohnes zu sein
liegt schwer auf dem Herzen wie ein großer Stein,
doch Gott selbst gab Seinen Sohn für uns dahin,
Seine Liebe hatte unsere Rettung im Sinn!

Frage: Zu Beginn des Tausendjährigen Reiches wird sich das Versöhnungsfest Jom Kippur mit tiefer Buße der Juden erfüllen. Warum wird der tiefste seelische Schmerz mit dem Tod des einzigen Sohnes verglichen?

Zum Nachdenken: Jakob musste mit der Tatsache leben: `Hätte ich doch einen Knecht den gefährlichen Weg geschickt, Josef wäre nicht vom wilden Tier zerrissen worden!` Er konnte sich nicht trösten lassen, weil ihm immer die eigene Mitschuld vor Augen stand (1 Mose 37,35)! Auch ich muss mit dieser Mitschuld leben: Hätte ich am Tag X anders entschieden, wäre mein einzig verbliebener Sohn nicht ebenfalls furchtbar zu Tode gekommen! Und David: `Schont mir Absalom` (2 Sam. 18,5), aber er ordnete den Kampf an, wo dieser umkam! Auch hier das bittere Leid (2 Sam. 19,1).
Aber es kommt noch furchtbarer: Gott selbst riss sich ganz bewusst seinen geliebten Sohn vom Herzen und gab ihn dahin, damit alle die an Ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben (Joh. 3,16)! Gottes Liebe zu uns Sündern ist unbegreiflich und übertrifft alles! Lasst uns IHN dafür über ALLES lieben und IHN von tiefstem Herzen danken, loben und anbeten!!!

Gottes Wille

Inhalt

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Gott will lebendige Gemeinschaft



Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflügt oder das Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, daß er ihm alsbald sage: Gehe alsbald hin und setze dich zu Tische? Ist's nicht also, daß er zu ihm sagt: Richte zu, was ich zum Abend esse, schürze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; darnach sollst du auch essen und trinken? Dankt er auch dem Knechte, daß er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine es nicht. Also auch ihr; wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprechet: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.

Lukas 17, 7-10 (Luther 1912)


Das klingt nicht gerade motivierend: Wir sind unnütze Knechte, die das zu tun haben, was uns befohlen ist. Knechte sind quasi Handlanger für Aufgaben, die nicht sonderlich interessant und nicht sehr angesehen, dafür aber meistens schmutzig und körperlich anstrengend sind. Wer auf dem Lande groß geworden ist und ein wenig über Arbeit auf Bauernhöfen insbesondere noch bis in die 1950iger Jahre hinein kennt, weiß, mit wie viel körperlicher Anstrengung eine solche Arbeit verbunden war, und auch heute ist die Arbeit auf Bauernhöfen trotz aller Technisierung und Automation immer noch ein Knochenjob. Früher, als die Maschinen noch primitiver waren und längst nicht das konnten, was sie heute zu tun in der Lage sind, hatten gerade die Knechte sehr schwere Arbeiten zu erledigen. Das Pflügen mit Ochsen- oder Pferdegespannen ist nicht sehr einfach, und das Melken mit der Hand bedarf sowohl des Feingefühls als auch der Kraft.

Wer in einer Weinbaugegend lebt, kennt ganz sicher auch die schweren Arbeiten in den Weinbergen gerade während der Traubenlese: Insbesondere in den Steillagen der Mosel ist allein schon das Stehen in einem Wingert anstrengend; wenn man dann noch Trauben liest, dann weiß man, dass man auch bei kühleren Temperaturen ganz schön ins Schwitzen kommt. Wer dann noch den Bischop - den Tragebehälter, mit denen die Trauben an den speziellen Hänger gebracht werden - tragen muss, hat eine besonders belastende Aufgabe. Wer Letzteres einmal gemacht hat, ist dankbar für die Schlitten, die es jetzt in beinahe jedem Weinberg an der Mosel gibt und die einem das Tragen ersparen: Die Arbeit als solche ist anstrengend genug.

Solche schweren Arbeiten werden als Knechtarbeit beschrieben, und auch sonst bezeichnet man Arbeiten, die körperlich anstrengend, schmutzig und schweißtreibend sind, als Knechtarbeiten: Sie sind nicht sonderlich angesehen, und sie zählen ganz sicher nicht zu den landläufigen Traumjobs. Auch zu Jesu Zeiten waren Knechte nicht besonders hoch angesehen; sie galten als ungebildet, roh und rauh. Die griechischen Philosophen empfanden es als unter ihrer Würde, körperlich zu arbeiten: Das war Aufgabe der Knechte, der Sklaven. Von dieser Einstellung war auch einer meiner Sozialkundelehrer geprägt: Für ihn waren Arbeiter - also Knechte - Menschen, die man nur als dumm bezeichnen kann und die nicht in der Lage seien zu denken. Das ist eine sehr arrogante Ansicht.

Wenn Jesus uns sagt, dass wir unnütze Knechte sind, dann scheint es so, als wolle Er keine intensive Gemeinschaft mit uns. Es scheint so, als seien wir nur Befehlsempfänger, die gefälligst zu spuren haben, doch das greift zu kurz und ist viel zu oberflächlich. Jesus sagte nämlich selbst: "Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele." (Markus 10,45). Und in Matthäus 20,24-29 lesen wir: "Als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele." - Jesus selbst als Schöpfer aller Dinger und König aller Könige war sich selbst nicht zu schade zu dienen. Ja, Er wusch seinen Jüngern beim Letzten Abendmahl sogar die Füsse (vgl. Johannes 13,1-20).

Hierin sehen wir, dass Jesus im Dienen nichts gesehen hat oder sieht, was ehrenrührig wäre. Er selbst ist ja in die einfachen Verhältnisse eines Zimmermanns hineingeboren worden und war daher in Seiner menschlichen Gestalt hartes Arbeiten gewohnt. Damit wertet Jesus als Herrscher aller Herren die Arbeit der Diener auf. Und dies ist auch gut so. Letztendlich haben gute Unternehmer erkannt, dass der Erfolg ihres Unternehmens nicht von ihnen allein abhängt, sondern vor allem von den Mitarbeitern. Dabei sind es nicht allein die leitenden Angestellten, die für den Unternehmenserfolg wichtig sind. Wie sähe es denn z. B. in einem Hotel aus, wenn es keine fleißigen Zimmermädchen gäbe, die die Wäsche pflegen, die Unterkünfte, die Toiletten, das Restaurant sauber hielten? Und kaum ein Koch könnte wunderbare Menüs kombinieren, wenn es nicht fleißige Küchenhilfen gäbe, die viele Arbeiten drumherum erledigten. Wir würden im Müll und Dreck ersticken, gäbe es da nicht die Straßenkehrer und Müllmänner. Und es sähe schlecht aus mit unserer Versorgung, wenn es nicht in Supermärkten Regaleinräumer gäbe, wenn nicht Lkw-Fahrer zu jeder Tages- und Nachtzeit für uns unterwegs wären, wenn Lagerarbeiter nicht die Ärmel hochkrempelten und Transporter beluden. Was wären Ärzte ohne Pflegepersonal, ohne Arzthelferinnen? Und wer einen guten Wein genießt, sollte die vielen fleißigen Hände nicht vergessen, die hier das ganze Jahr über den Weinberg pflegen, die Ernte einbringen und in den Kellern ihre Arbeit verrichten, damit Menschen den vergorenen Traubensaft genießen können.

Letztendlich nennt Jesus uns nicht nur Knechte, sondern auch Freunde, wenn wir zu Ihm gehören: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass ihr Freunde seid; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan" (Johannes 15,14-15). Er zeigt auch, wie sehr uns liebt: " Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde." - Jesus ist für uns in den Tod gegangen, ja, Er hat den qualvollen Tod am Kreuz für uns auf sich genommen, damit wir leben können. Zugleich nennt Er die Bedürftigen die Geringsten Seiner Brüder (vgl. Matthäus 25,31-46).

Daraus ist ersichtlich, dass Gott eine Beziehung zu uns haben will, eine lebendige Beziehung. Schon in Psalm 23,1-2 heißt es: "Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser."

Als Kind habe ich gesehen, wie sich Schäfer um ihre Schafe gekümmert haben: Sie brachten sie auf die Weiden und achteten darauf, dass keines verloren geht. Speziell ausgebildete Hunde haben den Hirten unterstützt. Und ich sehe oft, wie Hirten ihre Schafe streicheln. Manches Schaf kommt sogar zum Hirten, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen. Der Hirte sorgt für das leibliche als auch für das seelische Wohlbefinden seiner Tiere. Wie viel mehr ist Jesus daran gelegen, dass wir Nahrung haben und Kleidung, dass wir seelisch gesund sind und wir auch geistlich gesehen reifen!

Jesus lehrte uns auch das Vater unser. Es zeigt, dass Gott uns Vater sein will. Welches Vaterbild haben wir? - Sicher wird es Leserinnen und Leser dieses Kapitels geben, die ihren Vater niemals kennen gelernt haben, weil er vor der Geburt gestorben oder sich vielleicht aus dem Staub gemacht hat, und Mancher von uns hatte einen schlechten Vater. Wie oft liest man von Vätern, die ihre Kinder windelweich schlagen, sich an ihnen vergehen, die ihren Kindern gleichgültig gegenüber stehen oder sich davor drücken, für den Unterhalt aufzukommen. Doch sind dies wirklich Väter oder sind sie nur Erzeuger?

Ein wirklicher Vater schützt seine Kinder, kommt für sie auf, leitet sie an, versorgt sie mit Nahrung und Bildung. Der Begriff "väterlicher Freund" steht für Zuwendung, Liebe, Führung, Fürsorge. Das alles will Gott für uns tun. Wir brauchen es nur zuzulassen. Im Vater unser bitten wir um unser tägliches Brot, also um das, was wir zum Leben brauchen. Wir dürfen alle unsere Bitten, Sorgen und Wünsche bei Gott abgeben, Ihn um Rat fragen, Ihn um Leitung bitten. Gott ist wirklich Vater, ein strenger Vater, aber das ist nur zu unserem Besten. In einem gesunden Vater-Kind-Verhältnis ist der Vater immer etwas Besonderes. Für kleine Jungen ist er der stärkste und klügste Mann der Welt, für kleine Mädchen der Traumprinz. Und wenn ich Kindern zuhöre, die über ihre Väter reden, dann klingt das immer so, als sei der Vater Superman, der alles weiß und kann. Kinder kommen zu ihrem Vater, wenn etwas repariert werden muss, wenn sie etwas angestellt haben.

So ist es auch mit Gott: Wir dürfen zu Ihm kommen, wenn uns wieder etwas Schlechtes widerfahren ist, wenn wir etwas verbockt haben, wenn wir einen Fehltritt machten. Gott will alles wieder in Ordnung bringen, auch wenn Er uns die Konsequenzen spüren lässt. Es ist gut, mit Gott unterwegs zu sein und sich auf Seine Führung zu verlassen. Ich danke Ihm dafür, und ich fühle mich sehr wohl, wenn ich meinem Vater - Gott - alles gesagt habe.


(Autor: Markus Kenn)


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Lieber Jesus Christus, ich habe viele Fehler gemacht. Bitte vergib mir und nimm Dich meiner an und komm in mein Herz. Werde Du ab jetzt der Herr meines Lebens. Ich will an Dich glauben und Dir treu nachfolgen. Bitte heile mich und leite Du mich in allem. Lass mich durch Dich zu einem neuen Menschen werden und schenke mir Deinen tiefen göttlichen Frieden. Du hast den Tod besiegt und wenn ich an Dich glaube, sind mir alle Sünden vergeben. Dafür danke ich Dir von Herzen, Herr Jesus. Amen

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