Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Leserbriefe
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 16.11.2018

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Jesus kann jeden Sturm in unserem Leben stillen!

Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Wie, habt ihr keinen Glauben? Und sie gerieten in große Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See Ihm gehorsam sind?

Markus 4.40+41

Unbeschränkt ist Jesu Macht,
mit keinem ist Er zu vergleichen.
Nur ein Wort, was Er gesagt,
stillt den Sturm, die Wellen weichen.

Frage: Bin ich kleingläubig und fürchte mich in stürmischen Zeiten oder bin ich frei von Angst, weil ich Jesus Christus völlig vertraue?

Tipp: Immer wieder habe ich erlebt und erlebe ich, dass sich Stürme und Wellen in meinem Leben erheben. Was kann ich in solchen Situationen tun, wenn ich mal denke, dass Jesus vielleicht in meinem „Lebensboot“ eingeschlafen ist? Ich jage den Unglauben fort und setze mein Vertrauen ganz allein auf Jesus und sage: Die Not ist groß, ABER Jesus ist größer! Ich weiß: Er stillt jeden Sturm, wenn Er ein Wort spricht!

Stimmen zum Zeitgeschehen (Leserbriefe)

Inhalt

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(Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Leserbriefe-Menüs geblättert werden)


Friedenskreuz - Einseitige Aktionen


Von einseitigen Aktionen im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen den Irak-Krieg spricht ein Leser, da im Irak ein menschenverachtendes Regime herrsche:

Die anhaltenden Demonstrationen und Proteste gegen den Irak-Krieg zeigen auf, wie dieser Waffengang zu beurteilen ist. Nachdenklich aber macht auch diesmal wieder die Einseitigkeiten dieser Aktionen. Den bombenden Amerikanern steht ein menschenverachtendes Regime gegenüber, nur ist davon in keinem Aufruf und keinem Appell die Rede.

Nicht anders war es im Golfkrieg vor 12 Jahren. Damals gingen ganze Schulklassen auf die Straße – nicht um gegen die Besetzung Kuwaits durch denn Irak zu protestieren, sondern gegen das zur Befreiung des kleinen Landes angetretene Amerika, das die „Operation Wüstensturm“ nicht im Alleingang führte, sondern eingebunden in eine Koalition mit einem Mandat der Internationalen Staatengemeinschaft.

Zurück zum aktuellen Irak-Krieg, der in manchen Kreisen als Feldzug gegen den Islam angesehen wird. Dieser absurde Vorwurf lässt sich leicht mit dem Hinweis auf den auch von den meisten arabischen Golfstaaten mitgetragenen Golfkrieg 1991 entkräften, der bekanntlich nicht den Islam zum Ziel hatte, sondern die Beendigung der rechtswidrigen Besetzung eines islamischen Landes durch ein anderes.

Befremdlich ist die vielfache Zurschaustellung des so genannten Friedensemblems bei Demonstrationen und Protestaktionen. Dieses auf dem Kopf stehende runenförmige Kreuz hat jedoch nichts mit Frieden zu tun, sondern mit dem genauen Gegenteil. Seine Entstehung wird Kaiser Nero zugeschrieben, der damals im Zusammenhang mit der Kreuzigung Petri seine Respektlosigkeit gegenüber dem Christentum bekunde wollte. So wird es auch als „Nerokreuz“ bezeichnet, und es ist auch als Todesrune oder Zeichen des besiegten Juden bekannt.

Die wohlmeinenden Menschen, die dieses Emblem mitführen, wissen zumeist nichts von seiner Herkunft und Bedeutung.

(Wiesbadener Tagblatt 07.04.2003)
(Autor: Gerhard Nisslmueller)



Antwort darauf von Leser H.L. am 08.04.2003:
Gerald Holtons Friedenskreuz

In seinem gestern veröffentlichten Leserbrief „Einseitige Aktionen“ wundert sich Gerhard Nißlmüller über ein derzeit häufig gezeigtes Friedensemblem“:

„Todesrune“? „Nerokreuz“? Nie gehört! Deshalb schlage ich nach in „Zeichen und Symbole“ (Könemann-Verlag, 2000) und finde im Stichwortverzeichnis zu diesen Begriffen: Nichts! Stattdessen unter „Friedenszeichen“ (mit Abbildung): „Das Friedenskreuz wurde 1958 von Gerald Holton für die Campaign for Nuclear Disarmament entworfen. In einem Kreis als Zeichen der Einheit stehen die Semaphorzeichen N (nuclear) und D (disarmament). Als solches war es mir bisher auch bekannt. Ich meine, selbst wenn man annehmen kann, dass sich Symbole verschiedener Bedeutung (leider) manchmal ähneln, wäre es doch sehr interessant, zu erfahren, woher Herr Nißlmüller seine Informationen bezieht. Ansonsten kann man seinen Brief getrost in die immer größer werdende Schublade „Gerüchteküche“ stecken.
H.L.

(Wiesbadener Tagblatt 08.04.2003)


Abschließende Stellungnahme von Gerhard Nißlmüller vom 16.04.2018:
Informationen im Internet

Eine abschließende Betrachtung in Sachen Friedenskreuz kommt von unserem Leser Gerhard Nißlmüller, der Stellung bezieht zu einem vorangegangenen Leserbrief:

Gerne nehme ich zu dem Leserbrief von H.L. Stellung. Allerdings macht er es sich sehr einfach, wenn er Sachverhalte, die ihm unbekannt sind („Nie gehört!“) in die Schublade „Gerüchteküche verweist. Durch einen Blick ins Internet unter (www.members.aol.com/Schriften/Rune.html“) kann er sich kundig machen. Dass das genannte „Friedenszeichen“ seit 1958 das Emblem für die Ostermärsche in England ist und von Hugh Brock und Pat Arrowsmith für die „Kampagne gegen den Atomkrieg aufgegriffen wurde, ist in den Kreisen der Kriegsgegner nicht unbekannt, so dass ich hierauf nicht eingehen musste.

Worauf es mit ankam, war das Aufzeigen von Ursprüngen und Hintergründen. Urheber des auf dem Kopf stehenden Kreuzes mit den nach unter weisenden Schenkeln sind weder Gerald Holton (der es gleichwohl mit Bedeutungsinhalten zu versehen suchte) noch Bertrand Russell, auf dessen Empfehlung die Aufnahme des Symbols als Motiv für das Banner der Friedensmarschierer zurückgeht.

Das Zeichen ist auch keine Erfindung des 20. Jahrhunderts; vielmehr lässt es sich bis zum ersten Jahrhundert nach Christus zurückverfolgen. Auf dem Stein von Kylver, 5. Jahrhundert, erscheint es als Zeichen für „R“ der Runenschrift (Lingen-Lexikon, Stichwort „Runen“). Im Compendium Maleficarum von Francesco Maria Guazzo aus dem Jahr 1608 findet es als „Hexenfuß“ und „Nerokreuz“ Erwähnung, und im Museum von Bayonne (Frankreich) ist es in Holzschnitten abgebildet. Nachdenklich stimmen dürfte es manche christlich gesinnte Träger des Zeichens, wenn sie erfahren, dass die im Jahr 711 in Spanien einfallenden Mauren es auf ihren Schilden trugen und es im Zuge der russischen Revolution auf die Türen der von den Bolschewisten geschlossenen Kirchen gemalt wurde. Es gäbe noch viel mehr zu sagen, doch viel wichtiger ist mir der Hinweis auf ein anderes Kreuz als Friedenszeichen, nämlich das Kreuz, dessen wir an Karfreitag gedenken.

(Wiesbadener Tagblatt 16.04.2003)


(Autor: Gerhard Nisslmueller)


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