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Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.
Psalm 139,2
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Allgegenwärtig ist der Geist des Herrn,
Er kennt die Gedanken schon von fern.
Vollkommen ist für uns Sein Plan
und Alles hat ER wohlgetan.
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Frage:
Kennt und versteht Gott unsere Situation, wenn wir z.B. von Anfechtungen und Ängsten geplagt werden?
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Wie wunderbar: Was kein Mensch kann, kann Gott: Er kennt nicht nur unseren jeweiligen Aufenthaltsort, sondern auch unsere Gedanken und überdies `versteht` er sie sogar! Oft verstehen wir unsere Gedanken, Sehnsüchte etc. selbst nicht - Gott tut es aber! Es erinnert auch an Jesu Aussage zu unseren Haaren, deren aktuelle Anzahl wir selbst nicht kennen: `Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt` (Matth. 10,30).
Weil uns Gott durch und durch kennt, liebt und die besten Gedanken für uns hat (Jer. 29,11), `lasst uns mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade`! (Hebr. 4,16) |
| Stimmen zum Zeitgeschehen (Leserbriefe) | (Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Leserbriefe-Menüs geblättert werden)
| Ungewöhnliche Lesung zur Passion
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Pfarrer O. von St. Ferrutius in Bleidenstadt ist zum gelungenen Wagnis der „ungewöhnlichen Lesung zur Passion" zu gratulieren. Das Gedicht von Friedrich Spee klingt an den Leidenspsalm des Messias (Psalm 22) mit dem Ausruf „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" an.
Das Fazit allerdings, dass die Kreuzigung nicht als Sühne für die Schuld der Menschen zu betrachten sei, wird dem Wirken dieses katholischen Kirchenlieddichters nicht ganz gerecht. So ist für Spee, von dessen zahllosen Liedern auch einige im Evangelischen Gesangbuch stehen, bei aller Betonung der Liebe, aus der Jesus gehandelt hat, auch der Gesichtspunkt des stellvertretenden Opfers wichtig. Das geht etwa aus Vers 2 seines Passionsliedes „O Traurigkeit, o Herzeleid" mit den Worten hervor: „O große Not! Gotts Sohn liegt tot. Am Kreuz ist er gestorben; hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben."
Zur Frage nach den „Verantwortlichen" des Kreuzesleidens darf vielleicht zur Ergänzung ein Vers aus einem Passionslied von Paul Gerhardt herangezogen werden: „Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und deiner schweren Martern Heer."
Mit seiner Lesung hat Pfarrer O. - auch dafür ist ihm Dank zu zollen - den Namen des Ordensmannes, der seinerzeit mit seiner Schrift "Cautio Criminalis" mutig dem Wahn der Hexenprozesse entgegentrat, verdienterweise erneut in den öffentlichen Blickpunkt gerückt.
(Aar-Bote, 16. April 2009)
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(Autor: Gerhard Nisslmueller) |
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