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Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben, Gutes und Böses zu unterscheiden.
Hebräer 5,14
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Stärk in mir den schwachen Glauben,
laß dein teures Kleinod mir
nimmer aus dem Herzen rauben,
halte mir dein Wort stets für,
daß es mir zum Leitstern dient
und zum Trost im Herzen grünt.
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Frage:
Wie kann denn Wachstum im Glauben gelingen?
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Zum Nachdenken: Gott ist es, der dem Menschen Sinne gegeben hat, um sensibel die Umwelt wahrzunehmen. Als ich noch jung in der Nachfolge stand, war meine Wahrnehmung und Unterscheidung für das Böse und Gute noch nicht besonders ausgeprägt. So mancherlei Versuchung zur Sünde habe ich nicht widerstanden. Gott der Herr hat mir aber Glaubenswachstum geschenkt. Durch sein Wirken an meinem Herzen ist meine Beziehung zu Ihm fester geworden. Und der in mir wohnende Heilige Geist schärft meine Sinne, damit ich etlichen herannahenden Versuchungen widerstehen kann.
Durch das Wort Gottes wächst die Erkenntnis, was der Wille Gottes ist. Meine Nachfolge bleibt nicht in den Kinderschuhen stecken. Nicht Milch, sondern eine feste Speise, nämlich das Wort und Wirken Gottes, werden zunehmend die Basis für eine treue Nachfolge. |
| verschiedene christliche, geistliche Gedichte | (Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Gedichte-Menüs geblättert werden)
| Wiener Elegie 1683Gedicht
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Von ferne dröhnt der Schritt der Janitscharen,
laut schallt des Krieges schmetternd Horn.
Wer kann jetzt noch die schöne Stadt bewahren,
vor der Osmanen mörderischem Zorn?
Konstantinopel fiel einst in ihre Hände
und weiter westwärts zog der hochgerüstet Tross.
Von Sieg zu Sieg, bis Kara Mustafa am Ende,
die Stadt umgab und sich zum Sturm entschloss.
Schon einmal war die Belagerung gescheitert,
am harten Widerstand christlicher Heere.
Doch ward islamisch Macht seitdem erweitert,
zu Lande und auf dem großen Mittelmeere.
Doch heuer sollten Wiens Mauern fallen,
todesverachtend rannten Osmans Söhne an.
Bei Tag und Nacht hörte man die Waffen hallen,
erbittert rangen Mann für Mann.
Schon hatten Mustafas Mineure
Tunnel gegraben und Mauern aufgesprengt,
marschierten vor in blanker Wehre,
die Wiener wichen, hart bedrängt.
War jetzt das christlich Wien am Ende?
Dem Sieger grausam preisgegeben?
Wer konnte hoffen auf die Wende?
Wer Widerstand noch neu beleben?
Als die Gefahr am größten war,
da zogen christlich Truppen rasch herbei.
Der Polenkönig führte eine große Schar,
zur Schlacht gegen den osmanisch Bey.
Vom Kahlenberge aus stürzten die Panzerreiter,
auf Kara Mustafa und seine Horden
überrannten sie und stürmten weiter,
am Ende war’s ein blutig Morden.
Geschlagen zogen die Osmanen
nach Osten ab, Mann für Mann.
Die Sieger stimmten, wie einst ihre Ahnen,
ein machtvolles „Te Deum“ an.
(von lat.: Te Deum laudamus, „Dich, Gott, loben wir“)
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(Gedicht, Autor: Johannes Kandel) |
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