Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Gottes Wesen
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 12.11.2019

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Jeder von uns ist verpflichtet, am Haus des Herrn mitzubauen

Und Salomo gedachte dem Namen des HERRN ein Haus zu bauen und ein Haus für seine Königsherrschaft.

2. Chronik 1,18

Herr Jesus: Lass uns bauen
an Deinem heil`gen Haus!
Lass uns darauf nur schauen,
zu bekennen frei heraus,
dass Du die einz`ge Rettung bist,
Du, der Erlöser Jesu Christ!

Frage: Bauen wir auch am Haus Gottes, indem wir Mitmenschen auf das Seelenheil in Jesus Christus hinweisen?

Zur Motivation: Salomo baute das Haus des Herrn: Damit war der salomonische Tempel gemeint. Auch wir sind berufen das `Haus des Herrn` zu bauen; hierbei ist nicht in erster Linie ein Gebäude gemeint, sondern Mission. Weil nur Jesus retten kann, sind wir angehalten, die gute Botschaft von Jesus Christus weiter zu sagen. Denn nur in Christus allein ist das Heil.

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Keine größere Liebe



Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.

Johannes 15,13 (Luther 1912)


Die Älteren unter uns erinnern sich noch an das Geiseldrama von Gladbeck Mitte August 1988: Die beiden Bankräuber Rösner und Degowski hatten einen Bus der Linie 53 der Bremer Strassenbahn in ihre Gewalt gebracht. Rösners Freundin Marion Löblich wurde ohne Weisung der Einsatzleitung auf der Toilette der Raststätte Grundbergsee festgenommen. Rösner drohte damit, dass alle fünf Minuten eine Geisel erschossen würde, wenn seine Freundin Löblich nicht zurück gebracht würde. Noch vor Ablauf der Frist um 23:05 Uhr schoss Rösner dem vierzehnjährigen Emanuele De Giorgi in den Kopf: Der Junge hatte sich schützend vor seine neunjährige Schwester Tatiana de Giorgi gestellt und verstarb im Krankenhaus: Trotz seiner Jugend hat der Junge eine große Liebe bewiesen, indem er sein Leben für seine Schwester gegeben hatte; darüber hinaus bewies er großen, ja, heldenhaften Mut.

Vor gut 2.000 Jahren bewies Gott selbst in Jesus Christus Seine übergroße Liebe zu uns Menschen. Durch die Sünde, die durch unsere ersten Eltern Adam und Eva in die Welt gekommen ist, sind wir Menschen von Gott getrennt. Gott ist in Seiner absoluten Majestät viel zu heilig, als dass Er auch nur die allerkleinste Sünde in Seiner Gegenwart ertragen könnte. So lesen wir in Hesekiel 1:13a: "Deine Augen sind rein, daß du Übles nicht sehen magst, und dem Jammer kannst du nicht zusehen."

Doch Gott möchte Gemeinschaft mit uns, ein vertrauensvolles Vater-Kind-Verhältnis. Gottes Liebe und Barmherzigkeit sind sehr groß; gleichzeitig ist Er aber auch absolut gerecht. Sünde muss gesühnt werden. Aber der Mensch hat nichts, womit er seine Schuld vor Gott bereinigen könnte. Deshalb sandte Er Seinen Sohn in die Welt, um die Schuld des Menschen zu bereinigen. So lesen wir in Johannes 3:16: "Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."

Hier aber zeigt sich, worauf es ankommt: Man bekommt die Erlösung zwar geschenkt, doch wie bei jedem anderen Geschenk müssen wir es annehmen. Ein Geschenk, das nicht angenommen wird, hat sein Ziel verfehlt. Es kommt nicht zum Tragen. Was nützt es, wenn ein Mann seiner Frau einen Mantel schenkt und sie ihn nicht trägt.

Aber das Gnadengeschenk, das Gott uns anbietet, ist weitaus wichtiger als ein Mantel, und sei letzterer noch so wertvoll: Hier geht es darum, wo wir die Ewigkeit verbringen werden. Ohne Jesus geht man auf ewig verloren. Das bedeutet ewige Qual in der Hölle. Nur durch Jesus werden wir gerettet. Dazu müssen wir Sein Gnadengeschenk annehmen.

Uns muss bewusst sein, dass Gnade zwar immer ein Geschenk ist, doch es ist keine billige Gnade: Uns unter das Blut Jesu zu stellen, bedeutet, uns von unserem bisherigen sündigem Leben loszusagen. Schließlich hat Jesus Folter und Leid und den qualvollsten Tod auf sich genommen, um uns zu retten und zu erlösen. Wer meint, dass er beliebig weiter sündigen könne, wenn er sich unter das Blut Jesu stellt, hat etwas Grundsätzliches nicht verstanden. Jesus starb und besiegte den Tod, um uns mit Gott, dem Vater, zu versöhnen. Versöhnung aber ist nur möglich, wenn wir uns nach unserer Bekehrung nicht mehr wie bisher gegen Gott auflehnen.

Was würden wir von einer Entschuldigung denken, wenn der, der sich entschuldigt, so weiter macht wie bisher? - Wir würden ihm als Christen natürlich vergeben. Gott vergibt uns natürlich auch, wenn wir Ihn ernsthaft um Verzeihung anflehen. Aber macht es in diesem Zusammenhang wirklich Sinn, dort weiterzumachen, wo wir aufgehört haben?

Seien wir uns stets bewusst, welche große Liebe Jesus hatte und hat, in dem Er für uns die Strafe, das Leiden und den Tod auf sich genommen hat, welche wir verdient haben. Jesus hätte das nicht nötig gehabt: Er tat es aus der größten Liebe heraus, die es gibt.


(Autor: Markus Kenn)


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