Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Christ werden
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 19.02.2018

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Gott will , dass wir nur ihn allein anbeten und ihm dienen.

Du sollst keine andern Götter haben neben mir!

2. Mose (Exodus) 20,2

Habt keine Götter neben mir,
befiehlt der Allmächtige Gott.
Wir soll`n zur Ehre leben dir,
bewahre uns in deinem Wort!

Frage: Ist es denn so schlimm, wenn man andern Göttern dient?

Vorschlag: Lesen wir doch die Bücher des Alten Testamentes durch. Hier sehen wir immer und immer wieder, wie verhängnisvoll sich Abgötterei für das Volk Israel ausgewirkt hat. Sobald sie sich von Gott abgewendet hatten und nicht mehr treu waren, kam das Unglück über sie. Sie wurden gar für siebzig Jahre in die babylonische Gefangenschaft geführt, wo sie Knechtschaftsdienste leisten mussten. Gott verabscheut heute noch Untreue gegen ihn. Lieben wir Gott und nur ihn allein und dienen wir ihm von ganzem Herzen?

Christ werden, Umkehr, Glauben wagen

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Jesu Barmherzigkeit gegenüber Sündern


"Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
..."

Matthäus 9, 9-13

Matthäus war ein Zöllner, ein Kollaborateur also, der für die Römer die Steuern eintrieb. Solche Kollaborateure waren nicht sehr beliebt: Sie waren nirgends und werden niemals beliebt sein, denn man nennt sie Verräter, die mit den Feinden des eigenen Volkes oder der eigenen Nation gemeinsame Sache machen und sich selbst bereichern. Für das jüdische Volk der damaligen Zeit war dies besonders schlimm, hatten sie ja nicht nur ihr eigenes Land verloren: Für sie galt es als eine Sünde, sich mit Ungläubigen - also Nichtjuden - gegen die eigenen Glaubensgenossen vorzugehen.

Doch Jesus, der jedes einzelne Herz aller Menschen kennt, wusste, dass Matthäus sich nach Umkehr und nach einem Neubeginn sehnte.
Deshalb aß Er auch immer wieder mit Zöllnern und Sündern. Wer die Bibel kennt, weiß, dass Jesus sich auch immer wieder auf Sünder eingelassen hat: Auf die Ehebrecherin genauso wie auf den römischen Hauptmann. Allen Sündern, die reumütig gewesen sind und die auch heute bzw. während der noch andauernden Gnadenzeit bereuen, vergibt Er, wenn sie sich unter Sein Blut von Golgatha stellen.

Die Pharisäer in ihrer Selbstgerechtigkeit beschwerten sich immer wieder darüber und fragten Seine Jünger, warum denn Jesus mit Zöllnern und Sündern esse. Jesus hat dies gehört und wies die Pharisäer zurecht: Schließlich ist Er gekommen, das Verlorene zu suchen, denn wie die Kranken einen Arzt brauchen, brauchen die Verlorenen einen Retter. Und Jesus hat Erbarmen mit ihnen und mit uns.
Das ist auch gut so: Ohne Sein Erbarmen wären wir hoffnungslos verloren und müssten auf ewig in die Hölle. Wer Jesus aber als ganz persönlichen Retter annimmt, der ist gerettet. Damit zeigt Gott Seine Barmherzigkeit.

Die Pharisäer aber hofften nicht auf die Barmherzigkeit Gottes, sondern auf ihre Opfer, auf ihre Gerechtigkeit und Frömmigkeit. Geht es uns da nicht genauso? Auch ich habe mir vor meiner Bekehrung immer wieder gesagt, dass ich ja gar nicht so schlecht bin: Schließlich habe ich nie jemanden erpresst, nie jemanden umgebracht, und im Grunde habe ich den Ruf weg, ziemlich gutmütig, sanft und friedfertig zu sein. Und doch habe ich auch schon gestohlen, verleumdet, gelogen, mit Worten verletzt und viele andere Dinge getan, die nicht in Ordnung sind. Für Gott bin ich damit ein verdammungswürdiger Sünder: Selbst die kleinste Sünde muss Er aufgrund Seiner Heiligkeit bestrafen. Da wir Menschen allesamt Sünder sind, hat Er Jesus zur unserer Rettung in Seinem Erbarmen geschickt. Jesus zeigte während Seines Erdenwirkens die Barmherzigkeit und Liebe Gottes: Christus starb für uns am Kreuz und stand als Zeichen Seines Sieges am Dritten Tage wieder auf.

Letztendlich können wir uns auch nicht auf unsere Gerechtigkeit und Frömmigkeit verlassen genausowenig wie auf unsere Opfer: So gerecht sind wir im Grunde gar nicht, und wir wissen das auch, wenn wir einmal ehrlich sind. Und was bedeutet für uns Frömmigkeit? Man kann sogar zum Scheine beten und regelmäßiger Gottesdienstbesucher sein, doch wer nicht im Herzen Gott liebt, betrügt sich selbst damit. Es geht nicht um Wallfahrten und Gebete, die wir vor uns her sagen, weil wir so fromm sind, sondern darum, ob wir Gott lieben und aus diesem Grund Seine Gebote halten, ob wir unser Vertrauen auf Jesu setzen und Sein Gnadengeschenk annehmen und für Gottes Barmherzigkeit und Rettung danken.
Wir können auch noch so viele Kerzen aufstellen, wir können noch so viel spenden, wir können noch so viele Messen spenden: Was nützt es, wenn wir unseren Sinn und unser Herz nicht von Jesus grundlegend verändern lassen? Dann bleiben wir im Innern die Alten und sind keinen Schritt weiter, allem äußeren Anschein zum Trotz.

Gott möchte, dass auch wir barmherzig sind: Dabei geht es nicht um irgendein vorgespieltes Mitleid, und es geht auch nicht darum, eine Werksgerechtigkeit zu vollbringen, sondern um unsere Liebe: Wer weiß, dass Gott jeden Menschen liebt, der wird, wenn er es ernst meint mit seinem Glauben, selbst seine Liebe zu den Menschen vergrößern. Weil Gott mich durchgetragen hat, vermag ich mich nicht zu verweigern, wenn ein Anderer gestützt werden muss. Weil Gott mir meine große Schuld vergeben hat, kann ich auch die kleine Schuld vergeben, die an mir begangen wurde. Weil Gott mich beschenkt, kann auch ich eine offene Hand haben. Und wer Barmherzigkeit übt, bemerkt, dass er selbst reich wird, reich an Liebe, reich an Glauben, reich an Vertrauen, reich an Vergebung, reich an Zeit.


(Autor: Markus Kenn)


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