Christ werden

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 16.01.2021

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Gott kann auch völlig Unbegabte brauchen!

Mose aber sprach zum HERRN: Ach mein Herr, ich bin kein Mann, der reden kann; ich bin es von jeher nicht gewesen, und bin es auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht geredet hast; denn ich habe einen schwerfälligen Mund und eine schwere Zunge!

2. Mose 4,10

Ist meine Zunge auch sehr schwer,
ist mein Kopf auch völlig leer,
bin ich auch lahm, taub und blind:
Ich bleibe Dein geliebtes Kind!
Gebrauchen kannst Du sogar mich:
Herr Jesus, dafür lieb` ich Dich!

Frage: Haben wir das Vertrauen zu Gott, dass Gott uns auch befähigt und hilft, wenn Er uns einen Auftrag gibt?

Guter Rat: Wenn Gott uns einen Auftrag gibt, dann schauen wir auf unsere Schwächen, Begrenzungen, Unfähigkeiten. Doch wenn Gott uns einen Auftrag gibt, dann sorgt Er auch dafür, dass wir Ihn erfüllen können. Dann wird selbst der größte Stotterer seine Botschaft zu Herzen gehend ausrichten und der Schwächste letztendlich zu einem starken Helden. Was uns unmöglich ist, was wir uns nicht einmal in unseren kühnsten Träumen vorzustellen imstande sind, ist für Gott eine Kleinigkeit!

Christ werden, Umkehr, Glauben wagen

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Suchet den Herrn!



Sucht den Herrn, alle ihr Demütigen im Land, die ihr sein Recht übt! Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut; vielleicht werdet ihr Bergung finden am Tag des Zorns des Herrn!

Zephanja 2, 3 (Schlachter 2000)


Wenn wir Gottes Rechte halten, dann tun wir gut daran, den Herrn selbst zu suchen, denn wenn wir ohne den Herrn versuchen, Seine Gebote zu halten, dann werden wir scheitern. Das allein beweist schon die Geschichte: Ein ganzes Herr verschiedenster Philosophen hat versucht, uns zu erklären, dass der Mensch mit der richtigen Erziehung und den richtigen Rahmenbedingungen auch ohne Gott edel und gut handeln würde. Dies hat sich allerdings als reines Wunschdenken heraus gestellt. So leben wir in Deutschland in einem Reichtum, der noch zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts als undenkbar galt: Die Bildung der Menschen hat zugenommen. Noch nie gab es gemessen an der Gesamtbevölkerung so viele Akademiker wie heute, und dennoch leben wir nicht in einer Welt von lauter Gutmenschen, im Gegenteil: Selbst auf den Schulhöfen erleben wir eine große Brachialgewalt, und auch in Deutschland hat es bereits an Schulen Amokläufe gegeben.

Das heißt: Wir können Gottes Rechte auf Dauer nur dann halten, wenn wir begreifen, dass wir die Elenden sind. Wir suchen Gerechtigkeit, die letztendlich nur in Gott zu finden ist, und wir müssen diejenige Demut aufbringen, die der Zöllner aus dem Gleichnis aufbrachte, nämlich zu begreifen und zu bekennen, dass wir Sünder sind, die der Gnade Gottes bedürfen. Die Selbstgerechtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten steht uns nicht an, denn sie ist kontraproduktiv: Wer vor Gott auf seine eigene Gerechtigkeit verweist, der vergisst, dass niemand außer Gott gut ist. Das Gute, das wir tun, ohne Gott die Ehre zu geben, geschieht nur aus Berechnung nach dem Motto: "Gott, schau her, wie gut ich doch bin. Ich möchte eine Belohnung dafür haben!" Uns geht es dann um menschliche Ehre, um das Streicheln unseres Egos.

Erst wenn wir vor uns selbst und vor Gott eingestehen, dass wir Ihn brauchen, dass wir Seiner Gnade bedürfen, dann wird es uns gelingen, Gottes Rechte wirklich zu halten, Seine Gerechtigkeit zu finden. Dem Demütigen lässt es Gott gelingen, dem Hochmütigen aber widersteht der Herr. Wir gehen doch auch lieber mit bescheidenen Menschen als mit Prahlhänsen um. Darüber hinaus lehrt die Erfahrung, dass die Bescheidenen mehr vorzuweisen haben als die Angeber.

Wenn wir Gott bekennen, dass wir Ihn brauchen, Seine Vergebung und Seine Führung, dann werden wir am Tage Seines Zornes verschont bleiben. Dann erhalten wir dieselbe Gnade wie der Zöllner aus dem Gleichnis, der flehte, dass Gott ihm gnädig sein möge.


(Autor: Markus Kenn)


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