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Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus als Herrn, uns aber als eure Sklaven um Jesu willen.
2. Korinther 4,5
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Eins aber hoff` ich, wirst du mir,
mein Heiland, nicht versagen,
dass ich dich möchte immerdar
in, bei und an mir tragen:
So lass mich doch dein Kripplein sein,
komm, komm und lege bei mir ein
dich und all deine Freuden!
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Frage:
Ist Jesus im Zentrum meines Seins?
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Zum Nachdenken: Manche Prediger und Evangelisten predigen oftmals aus den Erfahrungen die sie in der Nachfolge Jesu gemacht haben. Auch ich kann manches über das, was ich in der Nachfolge erlebt habe, berichten. Aber hier schwingen immer auch allzu persönliche Dinge mit. Und meine Lebenserfahrungen spielen eine große Rolle.
Aber entscheidend bin nicht ich bzw. die Person, die hier berichtet, sondern allein Jesus Christus. ER ist nicht nur mein Heiland und Erlöser; sondern ER ist der Herr meines Lebens. Ihm gebührt die Herrschaft über mein Leben, mein Denken und Tun. Das ist die Bedingung, um gerettet zu werden. Ich möchte mich in Demut vor Ihm beugen und mich selbst verleugnen. Ich möchte Seinen Willen tun. Dazu helfe mir der Heilige Gott. |
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| Der Luther-Moment: 500 Jahre Wormser Reichstag
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Unter diesem Motto erinnerte in der Nacht vom 17. auf den 18.April 2021 (als Teil des Festwochenendes zum 500. Jahrestag des Bekenntnisses von Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms) eine Multimedia-Inszenierung an sein Bekenntnis vor dieser Versammlung der Reichsstände. Die gegen Mitternacht vom Südwestdeutschen Rundfunk (SWR) ausgestrahlte Live-Aufführung vor der zur Filmleinwand hochstilisierten Wormser Dreifaltigkeitskirche zeigte den schweren inneren Kampf des von Schauspieler Isaak Deutler verkörperten Wittenberger Gelehrten in der Nacht nach dem Debakel bei seinem ersten Auftritt. Anstatt der erwarteten Disputation (Rede und Gegenrede) wurde er unvermittelt und schroff zu einem Ja oder Nein auf die Frage aufgefordert, ob er zum Widerruf seiner Lehre und Schriften bereit sei. Luther verspürte Unbehagen hierbei und erbat sich Bedenkzeit über Nacht, die ihm gewährt wurde.
Warum aber war es für die Kurie so wichtig, den bereits exkommunizierten Theologen zum Widerruf zu bewegen? Es waren zunächst die in Wittenberg publizierten 95 Thesen, in denen Luther den weithin verbreiteten Handel mit „Ablassbriefen“ anprangerte. Hierzu schreibt er in These 94–95: “Man soll die Christen ermutigen, Jesus Christus nachzufolgen, und sie nicht durch Ablassbriefe falsche geistliche Sicherheit erkaufen lassen!“. Die zu dieser Zeit den Kinderschuhen entwachsene Buchdruckerkunst ermöglichte darüber hinaus die Verbreitung weiterer Schriften in großer Auflage. Menschen aus allen Schichten und Ständen sahen die von Luther geübte Kritik an dieser und sonstigen im Laufe der Jahrhunderte eingerissenen Praktiken der Kirche als ihre eigene an und strömten ihm zu. So fürchtete der Klerus um Macht und Einfluss. Darum war der päpstliche Legat Kardinal Cajetan mit Kaiser Karl V. übereingekommen, Luther – über den freilich Kurfürst Friedrich der Weise seine Hand hielt - zum Reichstag 1521 in Worms vorzuladen. Vor dem Forum der geballten Macht der bei einem Reichstag versammelten Würdenträger hoffte Cajetan leichtes Spiel mit dem „Mönchlein“ (Georg von Frundsberg) zu haben. Fast wäre ihm dies bei Luthers erstem Auftritt gelungen, und so sah er keinen Anlass, Luther die erbetene Bedenkzeit zu versagen.
So kam es zu dem im Schauspiel von Isaak Deutler meisterhaft nachempfundenen nächtlichen Ringen Luthers um die rechte Entscheidung. Dieses Dilemma schien ihm schier unauflösbar. Von allen Seiten stürmten bildhaft in Szene gesetzte Stimmen auf ihn ein, die ihm sowohl Pro als auch Kontra einflüsterten. Aus seinem eigenen Herzen sprach die Stimme seines Gewissens, aber auch mancher Überlegungen in diese und jene Richtung. Die Zuschauer an den Bildschirmen konnten dies nicht ohne Ergriffenheit miterleben. Doch dann kam der Durchbruch, in dem er wie verwandelt mit einer Gewissheit und Stärke erfüllt wurde, die ihn am Folgetag, dem 18. April 1521, mit kräftiger Stimme die erneute Aufforderung zum Widerruf unter Berufung auf die Schrift und sein Gewissen mit einem klaren Nein verweigern ließ. Der nächtliche „Luther-Moment“ hatte ihn zum „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“ geführt.
Die Hauptanliegen Martin Luthers (etwa “sola fide – allein aus Glauben“) finden sich im „Augsburger Bekenntnis“ (in Teilen unter Nummer 808 im Evangelischen Gesangbuch abgedruckt) wieder, der Grundlage des auf dem Reichstag 1530 zu Augsburg nach dieser Stadt benannten Religionsfriedens.
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(Autor: Gerhard Nisslmueller) |
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