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Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.
Lukas 16,10
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Wahre Treue kann nur gelingen,
sind wir auch Treu in kleinen Dingen!
Drum bekämpf gleich falsche Gedanken
und weise sie stets in die Schranken!
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Frage:
Kennen Sie Beispiele in Ihrem Leben, wo Sie die Treue im Geringen nicht so genau nahmen - aber später dann auch beim Großen falsch gehandelt haben?
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Zur Selbstprüfung: Mit begehrlichen Gedanken fängt es an, welcher die Sünde gebiert und am Ende den Tod bringt (Jakobus 1,15)!
Bsp. Ehebruch: Erst sind es `nur` Gedanken, denen man versteckt Raum gibt. Innerlich richtet man sich aber bereits auf die Sünde aus! Kommt der `passende` Augenblick, wird man im Effekt entsprechend dem Gedankenmuster handeln. Vielleicht bremst man sich noch, aber gewisse Signale dürften bereits gesendet werden und wenn die begehrte Person darauf `anspringt` wird es schwierig! Jesus sagte daher folgerichtig: `Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.` (Matth. 5,28). Ähnlich sieht es mit Groll, Geldgier, Hochmut und allen sündigen Gedanken aus!
Lasst uns über unsere Gedankenwelt wachen und schon im Kleinsten bei aufkommenden unguten Gedanken diese bekämpfen und vor Jesus hilfesuchend bringen! |
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| Fremde aufnehmen
Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt. Matthäus 25, 35 (Luther 1912) |
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In Jesu Zeiten war Gastfreundschaft besonders wichtig, denn viele waren unterwegs, um sich irgendwo anders eine Arbeit zu verdienen. Karawanen und Reisende waren auf die Gastfreundschaft, die im arabischen Raum noch sehr gross geschrieben wid, angewiesen. Auch bei uns war im Mittelalter Gastfreundschaft ein hohes Gut: Wandernde Handwerksburschen waren darauf angewiesen, und Pilger waren dankbar, wenn sie irgendwo für eine Nacht oder einige Tage aufgenommen wurden.
Heute in einer globalisierten Welt haben sich die Dinge ein wenig geändert: Wir müssen Fremde nicht mehr bei uns Zuhause unterbringen, die Infrastruktur hat sich geändert. Und doch bleibt die Frage, wie wir mit Fremden und Asylanten umgehen, von entscheidender Wichtigkeit. Oft werden sie ausgegrenzt, weil sie anders aussehen, weil sie eine andere Mentalität haben. Sind wir bereit, in ihnen Menschen zu sehen, die Aufnahme, Mitgefühl und Hilfe brauchen?
In Grossbritannien kam ich mir als Tourist gut aufgehoben vor: Wenn ich etwas suchte, halfen die Briten mit einer Selbstverständlichkeit. Oft begleiteten sie mich sogar bis zum richtigen Bahnsteig an der U-Bahn. Vielleicht können wir davon lernen.
Ich selbst habe auch sehr viele Asylanten kennen gelernt. Weil ich offen war, bin ich auf sie eingegangen. Das war keine Einbahnstrasse. Von ihnen habe ich Manches aus einem anderen Land gelernt, aus anderen Kulturen etwas mit bekommen und Dinge aus anderen Blickwinkeln betrachtet.
Gleichzeitig war es auch eine Chance, von Christus zu erzählen, Seine Botschaft weiter zu geben. Nutzen wir diese Chance auch, wenn wir Touristen erleben, Gastarbeiter, Asylanten, Durchreisende oder Fernfahrer aus anderen Nationen? So können wir Seine Botschaft ausstreuen und in alle Welt gehen, auch wenn wir dabei nicht sehr weit reisen.
Fremde aufnehmen, ihnen ein Gefühl des Willkommen seins geben, ist ein Akt der Nächstenliebe.
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(Autor: Markus Kenn) |
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