Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Sünde / Gericht
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 19.08.2019

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Jedes Gotteskind hat den Auftrag Gottes Reich zu bauen!

Da machten sich auf die Häupter der Sippen aus Juda und Benjamin und die Priester und Leviten, alle, deren Geist Gott erweckt hatte hinaufzuziehen, um das Haus des HERRN zu Jerusalem zu bauen.

Esra 1,5

Lasst uns Gottes Haus stets bauen
und sorgsam auf die Lehre schauen,
damit hier und heut auf der Erde
auch Gottes Reich gebauet werde!

Frage: Sind sie ein wahres vom Geist Gottes erwecktes Gotteskind und bauen Gottes Reich?

Tipp: Jesu letzte Worte beinhalten den Missionsauftrag (Markus 16,15) und daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch heißt es für die Gemeindearbeit bzw. das „Haus Gottes“: „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes“ (1. Petrus 4,10). Jedes Gotteskind ist somit aufgefordert seine Gaben in den Dienst Gottes zu stellen und in Gotteshäusern und wo ihn Gott hingestellt hat zu wirken. Sind Sie Gott hierin gehorsam?

Sünde / Gericht

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Du sollst kein falsch Zeugnis reden



Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

5. Mose 5, 20 (Luther 1912)


Die Komödie "Tratsch im Treppenhaus", die in den 1960iger Jahren am Ohnsorgtheater in Hamburg auch mit der Kamera für das Fernsehen aufgezeichnet wurde, parsifliert die Klatschsucht der Menschen, und Heidi Kabel glänzte in einer ihrer Paraderollen. Über diese Komödie können wir herzhaft lachen, doch ganz sicher sollten wir darüber auch einmal nachdenken: Der Klatsch im Büro, unter Kollegen, beim Kaffee und am Stammtisch dient meistens dazu, über andere zu reden, die nicht anwesend sind. In der Regel wird nicht gut über den Anderen geredet. Ein Fehler, eine Schwäche wird aufgeblasen, und eine vielleicht wahre Kleinigkeit wid aufgeblasen.

In unserem Alltag wird oft falsch Zeugnis über den Nächsten geredet: Halbwahrheiten und Unterstellungen vermischen sich mit Gehässigkeiten und Mutmaßungen zu einem teuflischen Cocktail, der oft das Gift ausstreut, welches den Geschädigten oft ins berufliche und soziale Aus manövriert. Auf Mobbing spezialisierte Kollegen sorgen dafür, dass ein ungeliebter Kollege grundlos entlassen oder ein Chef von seinem Posten gejagt wird. Andere werden sogar unnütz vor Gericht gezogen und müssen sich dort für Dinge verantworten, die sie nicht getan haben.

Aber selbst, wenn die Verleumdungen weitaus weniger krass sind, so schädigen sie doch den Ruf des Anderen. Man kann ein Unternehmen, das an sich seriös und gesund ist, in die Pleite "reden". Man kann durch Verleumdungen Menschen in den Wahnsinn und in den Freitod treiben, treu nach der chinesischen Weisheit: "Zungen haben keine Knochen, aber können Knochen brechen."

Selbst wenn uns eine Verleumdung leid tut und wir es richtig stellen, so bleibt immer etwas hängen. Ein Rabbiner, über den einmal von einem Gemeindemitglied viel Schlechtes verbreitet wurde, sagte zu diesem, als sich dieses Gemeindemitglied dafür entschuldigte, folgendes: "Rupf ein Huhn und zerstreue dessen Federn zur Buße!" Als das Gemeindemitglied wiederkam, verlangte der Rabbiner, dass die in alle Winde zerstreuten Federn von dem Betreffenden wieder eingesammelt würden. "Das kann ich nicht!", antwortete das Mitglied, und der Rabbiner belehrte ihn: "Siehst du: So ist es mit den Gerüchten!"

Achten wir darauf, dass wir nie falsch Zeugnis reden: Existenzen hängen davon ab!


(Autor: Markus Kenn)


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