Christliche Gedichte (z.B. Ostergedichte, Familiengedichte) und Lieder

Sünde / Gericht
Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Das Alte u. Neue Testament: Ein Evangelium (Gospel) der Liebe

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.09.2018

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Auch Gott erwartet gute Früchte von uns

Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.

Johannes 15,2

Jede Beschneidung tut weh – wer mag sie wohl schon,
doch wollen wir mit guten Früchten zu Gottes Thron,
so gilt es auch, bei allen Schmerzen und Plagen,
diese in Demut geduldig zu ertragen!

Frage: Sind Sie bereit sich von Gott „reinigen und beschneiden zu lassen“?

Tipp: Dieses Jahr war zumindest bei uns ein extrem reiches Obstjahr (was auch schon an die „fetten Jahre“ bei Josef in Ägypten erinnert und ein weiteres prophetisches Zeichen sein könnte). Grundsätzlich erwarten wir aber auch gute Früchte – und umso reichlicher diese sind, umso mehr freuen wir uns. Um dies zu erreichen sind aber auch tiefgreifende Beschneidungen nötig! Auch Gott erwartet reichlich Frucht bei uns – und muss uns zu unserem eigenen Besten oft „beschneiden“! Hier zeigt sich wie sehr wir Jesus lieben: Wollen wir Ihm gefallen und Ihm viel Freude durch gute Früchte bereiten? Dann lasst uns demütig „ja“ zu Gottes Wegen und „Beschneidungen“ sagen und es dankbar aus Seiner guten Hand annehmen und daran festhalten „dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen“ (Römer 8,28).

Sünde / Gericht

Inhalt

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Lot´s Töchter



Und Lot zog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden Töchtern; denn er fürchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Höhle mit seinen beiden Töchtern....

1. Mose 19, 30-38 (Luther 1912)


Lot und seine Töchter waren der Vernichtung Sodom´s entkommen: Sie alle wussten also, dass Sodom´s Sündhaftigkeit der Grund für das Strafgericht Gottes war. Ein solches Strafgericht - so denkt man - müsste die Menschen warnen und prägen. Schließlich lehrt die Psychologie, dass einschneidende Ereignisse das Leben der Menschen prägen. Doch Lot´s Töchter machen ihren Vater trunken, weil sie nicht wissen, woher sie einen Mann nehmen sollten und dennoch ein Kind haben wollten. Für die Frauen damals war es für die Altersversorgung immens wichtig, wenigstens einen Sohn zu haben, bei dem sie wohnen konnten und der sie versorgte. Aber muss man deshalb Wege gehen, die vor Gott nicht in Ordnung sind?

Das ist bei uns Menschen heute genauso: Mancher Wunsch, den wir haben, ist nicht unberechtigt, aber wir benutzen Mittel, um diesen Wunsch zu erfüllen, die nicht in Ordnung sind. Wenn wir aus guten Gründen krank geschrieben sind und dem Arbeitgeber Bescheid sagen, dann sind wir oft versucht, irgend etwas zu sagen, was so nicht oder nicht ganz stimmt aus Angst vor negativen Konsequenzen. Oder wir bitten Gott nicht um die Lösung des Problems, weil wir vielleicht meinen, Gott interessiere sich nicht dafür, wir würden Ihm die Zeit stehlen, und Er hätte Wichtigeres zu tun. Dabei stimmt es zwar, dass Gott immer auch noch wichtigere Dinge zu tun hat, dabei kann es sein, dass es sich wirklich um ein kleines Problemchen handelt, doch Gott ist allmächtig und kann alle Dinge gleichzeitig tun. Für Ihn ist kein Problemchen zu klein als das Er sich nicht dafür interessieren würde, hat Er doch alle Haare auf unserem Haupt gezählt und fällt doch kein einziges Haar aus, ohne dass Er es weiß. Wir können und dürfen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Ihm kommen. Gott ist nie genervt, nie überfordert, hat niemals Zeitnot. Bei Ihm muss man sich keinen Termin holen, an keinen Sicherheitsdienst, an keine Bodyguards, an keiner Sekretärin vorbei.

Doch weil wir uns das nicht immer bewusst machen, weil wir versuchen, ohne Gott auszukommen, begeben wir uns auf einen Holzweg: Allein schon die Tatsache, dass wir Dinge ohne Gott machen zu können - erscheinen uns auch die Gründe dafür noch so gut - ist eine Sünde, die stets andere Sünden gebiert. Es fängt immer mit Kleinigkeiten an. Der Massenmord an Juden, Sintis, Roma und vielen anderen Bevölkerungsgruppen durch die Nazis begann auch mit zunächst kleinen Lügen im Laufe der Menschheitsgeschichte.

Mit anderen Worten: Wenn wir Dinge ohne Gott machen wollen, dann versuchen wir zunächst die vielen kleinen Dinge ohne Ihn zu machen, aber es werden immer größere Sachen, bei denen wir versuchen, ohne Gott auszukommen. Wir verlieren Ihn dann aus unserem Blickfeld, vergessen Ihn und Seine Gebote, bezweifeln irgendwann Seine Existenz, werden zu Atheisten oder Relativisten, und die Gebote der Bibel werden uns nicht nur egal, sondern auch fremd.

Diese Tatsache können wir heute sehr genau beobachten: Der Missionsbefehl wird kaum noch ernst genommen, es gibt selbst in einigen freikirchlichen Gemeinden Synkretismus, also die Vermischung aller möglichen Glaubensrichtungen, man drückt auch bei kirchlichen Mitarbeitern immer öfter ein Auge zu, wenn sie unverheiratet mit ihrem Lebenspartner zusammen leben und so weiter. Wundert es uns da, dass wir mehr und mehr den Bach abgehen? Wo Gott nicht ist, da ist nun einmal der Teufel los, und wo der Glaube durch die Tür hinausgeht, kommt der Aberglaube durch das Fenster rein. Traurig, aber wahr.

Das heißt zugleich: Auch wir haben aus Sodom und Gomorra und vielen anderen Strafgerichten Gottes nichts gelernt. Wir machen munter weiter als ob nichts wäre. Wir sind dabei, die Ökonomie unseres Landes zugrunde zu richten, dass einst als Wirtschaftswunderland bestaunt wurde. Wir als das Land der Reformation, der Dichter und Denker, der Tüftler und Erfinder schneiden in den Pisa-Studien sehr schlecht ab. Das Deutsche Reich vor dem Ersten Weltkrieg galt als das technisch am Weitesten fortgeschrittene Land der Welt, und noch in den 1920iger Jahren ging im durch den verlorenen Ersten Weltkrieg krisengeschüttelten Land jeder zweite naturwissenschaftliche Nobelpreis nach Deutschland. Gibt uns das nicht zu denken?

Gott straft nicht nur durch Feuer und Fluten: Dort, wo man nicht mehr nach Ihm fragt, geht Er fort. Er ist ein Gentleman, der sich niemanden aufzwingt. Das hat Er als Schöpfer aller Dinge auch nicht nötig. Wir aber sollten uns bewusst sein, dass ohne Ihn nichts geht. Das zeigt die Geschichte immer wieder. Beugen wir vor Ihm Seine Knie, fragen wir nach Seinem Willen, lesen wir in der Bibel und setzen Seinen Willen um.


(Autor: Markus Kenn)


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