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Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend. Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten!
Psalm 25,16-17
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Näher, noch näher, fest an dein Herz,
ziehe mich, Jesu, durch Freude und Schmerz!
Birg mich aus Gnaden in deinem Zelt,
schirme und schütze mich, Heiland der Welt!
Schirme und schütze mich, Heiland der Welt!
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Frage:
Was kann ich tun, wenn ich völlig am Ende bin?
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Zum Nachdenken: Wie oft führt mich das Leben hier auf Erden an die Grenzen des Erträglichen; Verletzungen die mir nachgehen, Ärgernisse in der Familie und Anfeindungen bei der Arbeit. Hinzu kommen Phasen der Einsamkeit und Hilflosigkeit. Manchmal möchte ich nicht mehr hier sein. Aber ich kann und darf zu Jesus flehen, dass ER mich ansieht in meiner Not; dass ER sich zu mir neigt und mir hilft. Ich darf darauf vertrauen, dass ER mir helfen will. Ich muss lernen darauf zu vertrauen. ER wird es wohl machen. Aber nur so, wie ER es für recht hält und zu einem Zeitpunkt, den ER bestimmt. Entscheidend ist für mich immer wieder, mich an Ihn zu wenden.
Aufrichtig möchte ich alles von Ihm erwarten und geduldig abwarten. Alleine das, dass sich der allmächtige Gott zu mir neigt, erfüllt mich mit Demut und Dankbarkeit. |
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| Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten
Es ist mir alles erlaubt — aber es ist nicht alles nützlich! Es ist mir alles erlaubt — aber es erbaut nicht alles! 1. Korinther 10,23 (Schlachter 2000) |
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Man kann sozusagen auf zwei Seiten vom Pferd fallen: Auf der einen Seite droht die Gesetzlichkeit, die das Heil von ihren guten Werken, von der Beachtung selbstauferlegter Normen und "Zusatzevangelien" abhängig macht und die Erlösungstat Jesu durch Menschensatzungen zudeckt (vergleiche Galater 1,6; Kolosser 2,16-23). Auf der anderen Seite droht die Gesetzlosigkeit, die alle Ordnungen und Gebote Gottes über Bord wirft, welche ihr nicht gefallen, und ausruft: "Alles ist erlaubt!" (1. Korinther 10,23). Beides kommt seit der neutestamentlichen Zeit bis heute in christlichen Gemeinden vor - und beides ist falsch. Es gilt demgegenüber, das Gleichgewicht zu bewahren und sich nicht auf einer Seite vom Pferd ziehen zu lassen. Und das gelingt nur, wenn man das Zentrum des Glaubens vor Augen behält: Jesus Christus und Sein rettendes Sühneopfer am Kreuz, aus dem Segen und Heil für den Glaubenden und - durch diesen hindurch - auch für die Welt fließen.
Nun kommt offensichtlich die massivere Gefahr in der Endzeit von der Gesetzlosigkeit, sonst würde Jesus nicht so betont vor ihr warnen. In die Gesetzlosigkeit nämlich möchte uns die ganze Welt mit ihren Verführungen hineinziehen. Auch die Welt gebraucht das Wort "Liebe" - aber nicht im biblischen Sinn, sondern in einer zutiefst verflachten und gefährlichen Bedeutung: Liebe als Toleranz, Duldung von allem und jedem, hemmungslose Freiheit, totaler Pluralismus. Wo solche "Liebe" herrscht, zieht sich die göttliche Liebe zurück; sie "erkaltet" (Matthäus 24,12).
Heute verdrängt leider oft das Lustprinzip - auch in christlichen Gemeinden - Gottes Gebote sowie die Liebe zu Gott und den Menschen. Alles dreht sich nur noch um das Selbst. Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Selbstliebe werden zu Schlüsselbegriffen. Die Kehrseite der Selbstbezogenheit jedoch ist Isolation und Vereinsamung. "Keiner kümmert sich um mich" - dieser Hilferuf ertönt auch in christlichen Gemeinden immer lauter. Ich fürchte, dass die rapide Zunahme seelischer Krankheiten und auch von Trennungen und Scheidungen in den letzten Jahrzehnten bereits mit diesem "Erkalten der Liebe" zusammenhängt, von dem Jesus spricht.
Doch zum Glück ist das Bild nicht einheitlich düster. Die Liebe wird zwar in "vielen", aber nicht in allen erkalten. Es wird immer wieder selbstlose Gottesboten - gewissermaßen "Engel in Menschengestalt" - geben, die uneigennützig dem Nächsten dienen. Sie werden Jesus die Treue halten. Und ihnen gilt die Verheißung: "Wer beharrt bis ans Ende, der wird selig" (Matthäus 24,13).
Gehören wir zu diesen?!
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HERR, Deine Liebe ist besser als Leben.
Ich kann nur leben, weil Du mich so liebst.
Von Dir empfangen, ist besser als geben.
Ich kann nur geben, weil Du Dich mir gibst.
HERR, Deine Antwort ist besser als Fragen.
Ich kann Dir glauben, denn Du sprichst zu mir.
HERR, Deine Ruhe ist besser als Jagen.
Ich kann nur finden, bin ruhig ich in Dir.
HERR, ich muss klein sein, dass Du in mir groß wirst.
Ich knie nieder und bete Dich an.
Wenn ich betrübt bin und Du mich zum Licht führst,
sehe ich es: Du hast alles getan.
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(-Autor: Lothar Gassmann) |
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