Christlicher Glaube

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 22.01.2021

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Gott lässt sich nicht soptten!

HERR, deine Hand ist erhoben; sie wollen es nicht sehen! Sie werden es aber sehen und sich schämen müssen. Der Eifer für das Volk, das Zornesfeuer wird deine Feinde verzehren. Uns aber, HERR, wirst du Frieden schaffen; denn auch alle unsere Werke hast du für uns vollbracht. O HERR, unser Gott, andere Herren als du herrschten über uns; aber künftig gedenken wir allein an dich, an deinen Namen!

Jesaja 26,11-12

Noch ist die gottlose Welt am Toben,
doch Gottes Hand ist schon erhoben!
Gericht wird über die Welt ergehen,
alle Spötter werden es dann sehen!

Frage: Freuen Sie sich auch darauf, schon bald unter der Herrschaft Jesu, des liebevollen Friedefürsten und König aller Könige, im 1000-jährigen Reich leben und Ihm dienen zu dürfen?

Hinweis: Dieser Tage schaute die ganze Welt auf die USA - und was sah sie? Nicht nur die Vereidigung eines neuen Präsidenten unter Briefwahl-Ungereimtheiten, sondern mit einer Sängerin der Nationalhymne, die Jesus verspottende blasphemische Videos und schlimmeres machte. Wer nur etwas tiefer im Weltgeschehen nachschaut kann nur erschaudern – aber das erinnert auch an den heutigen Bibelvers: Gottes Hand ist bereits erhoben und sein „Zornfeuer“ wird sich über die gottlose Welt ergießen (sobald die Brautgemeinde entrückt wurde)! Noch sind wir aber hier und haben Licht und Salz zu sein (Matth. 5,13-16)! Lasst uns diesen Auftrag Jesu bis zuletzt treu ausführen!

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Mut statt Angst



Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.

2. Timotheus 1, 7 (Luther 1912)


Oft neigen wir uns dem Gruppendruck, obwohl wir wissen, dass es gegen Gottes Gebote und damit gegen unser christliches Gewissen und unsere christlichen Überzeugungen geht, und wir tun uns schwer, zu Christus Jesus zu stehen, weil wir befürchten, als Ewig-Gestrige, als Sektierer und als Spinner abgestempelt zu werden. Wir befürchten, als Sonderlinge abgestempelt und ausgegrenzt zu werden. Dabei ist es nicht wichtig, was Andere über uns denken, sondern was Gott über uns denkt.

Und wir haben keinen Grund, Angst zu haben. Wir haben keinen Grund, uns zu fürchten vor den Menschen. Gott ist mit uns und für uns. Natürlich hat Er uns hier auf der Erde kein angenehmes Leben nach dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen" geschenkt. Jesus selbst wurde angegriffen, verspottet, verfolgt. Uns geht es da ganz sicher nicht besser, doch wir können uns ein Beispiel an den ersten Christen nehmen: Sie wurden von der religiösen jüdischen Elite genauso verfolgt wie von der römischen Staatsgewalt. Viele Christen - vor allem in der islamischen Welt - bezahlen ihre Überzeugungen mit dem Leben. Ich kann die Frage verstehen: "Soll man denn da keine Angst haben?"

Sicher ist immer Vorsicht geboten; nicht umsonst heißt es ein wenig scherzhaft: "Augen auf beim Eierkauf!" Vorsicht hat ja auch nichts damit zu tun, dass wir überängstlich sind und an Phobien leiden. Wer die Geschwindigkeitsbegrenzung einhält, wer bei Nebel mit einem angemessenen Tempo fährt, handelt ja auch nicht aus Angst, sondern handelt vernünftig. Leichtsinn ist auch kein Zeichen von Mut, sondern der Beweis dafür, dass man das Hirn nicht eingeschaltet hat.

Wir brauchen uns aber nicht zu fürchten, wenn Gott einen Auftrag gibt: Dann gibt Er uns auch die Kraft und die Stärke, alle Anfechtungen auszuhalten. Niemals überfordert uns Gott, auch wenn Er uns an unsere Grenzen bringt. Deshalb heißt es im Buch Josua immer wieder: "Seid mutig und stark!" Und wenn die Engel einem Auserwählten begegneten, dann sagten sie stets: "Fürchtet Euch nicht!" Diese Erfahrung machte Abraham genauso wie die noch jungfräuliche Maria, die Jesus in Seiner menschlichen Natur empfing. Diese Erfahrung machten auch die Hirten, die Ausgestoßenen jener Zeit, als Jesus zu Bethlehem geboren wurde und auch die Frauen, als sie an das leere Grab des Auferstandenen kamen und den Engel des Herrn sahen.

Abraham sollte seinen Sohn opfern, und es war sicher kein leichter Auftrag: Gott sah das Vertrauen Abrahams, und statt seines Sohnes Isaaks brachte Abraham dann einen Widder dar. Vorher hatte Noah im Auftrag Gottes die Arche gebaut und wurde von den Menschen verspottet und ausgelacht, doch Noah und seine Familie wurden gerettet, die Spötter nicht. Maria wusste, dass die Empfängnis Jesu durch den Heiligen Geist nicht sonderlich glaubwürdig war und ist und von jedem in Zweifel gezogen werden würde: Sie aber sagte "Ja", obwohl sie sowohl wegen Ehebruchs als auch wegen Gotteslästerung hätte gesteinigt werden können. Auch Joseph nahm seine Frau zu sich, und es gehörte Mut dazu, an das Außergewöhnliche, noch nie da Gewesene zu glauben. Gott hat ihren Mut genauso belohnt wie das der Märtyrer!

Wir haben es hier in Deutschland wesentlich einfacher. Uns braucht wirklich nicht der Mut zu fehlen, uns zu Gott zu bekennen. Was können uns die Menschen schon tun, wenn wir in Gottes Hand sind?


(Autor: Markus Kenn)


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