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Ein Wallfahrtslied. Aus den Tiefen rufe ich zu dir, HERR.
Psalm 130,1
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Darum auf Gott will hoffen ich,
auf mein Verdienst nicht bauen;
auf ihn mein Herz soll lassen sich
und seiner Güte trauen,
die mir zusagt sein wertes Wort;
das ist mein Trost und treuer Hort,
des will ich allzeit harren.
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Frage:
Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt zu beten?
Und was bedeutet es, aus der Tiefe heraus zu beten?
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Zum Nachdenken: Wenn mich der Teufel angreift und mir einreden will, dass ich unwürdig bin weil ich in meiner Schwachheit in Sünden gefallen bin, fühle ich mich gar nicht gut. Manchmal neige ich dazu, mich dann besonders anzustrengen und die Würdigkeit vor Jesus wieder zurück zu erlangen - meine ich. Ich möchte, dass Er meine frommen Anstrengungen sieht; quasi als Wiedergutmachung für meine Sünden.
Aber so funktioniert das nicht. In dem heutigen Bibelvers zeigt mir Gott, dass ich besonders dann, wenn ich am Boden liege, am Tiefpunkt meines Seins angelangt bin, beten soll; nicht erst wenn es mir besser geht, sondern wenn ich mich in Anfechtung befinde und in der Sünde feststecke. Ich möchte gerade dann Ihm alles was mich quält im Gebet anvertrauen und Seine Hilfe und Seinen Beistand erflehen. Dazu helfe mir der gnädige und allmächtige Gott. |
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| Freude vergeht, die vom Augenblick lebt
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"Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie
haben keine Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab."
Lukas 8,13
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Tiefer als beim verschlossenen Menschen geht das Wort Gottes beim oberflächlichen Menschen - aber nicht tief genug. Jesus vergleicht diese Art, auf das Wort zu reagieren, mit dem felsigen Boden.
Ein junges Mädchen besuchte ein christliches Rockkonzert. Die Musik war mitreißend, die Ansprache dynamisch, die Einladung zur Jesusnachfolge unwiderstehlich. "Jesus macht dich glücklich", lautete die Hauptaussage. Das Mädchen war begeistert und sagte zu Jesus "Ja". Einige Tage lang hielt die Hochstimmung an, doch dann kam die "kalte Dusche". Plötzlich ging alles schief: in Mathe eine Sechs, Krach mit den Eltern und dann die hässlichen Worte, die ihr über die Lippen rutschten. Sie fiel in eine tiefe innere Krise und begann, an ihrem Glauben zu zweifeln. Da sie niemanden fand, der ihr in dieser Lage helfen konnte, kam sie völlig vom Glauben ab.
Viele Christen leben wie dieses Mädchen anfangs in dem Irrtum, dass es mit Jesus immer nur bergauf geht. Ihnen ist nicht bewusst, dass Jesu Weg ein Leidensweg war und dass Er Seinen Jüngern ein ähnliches Schicksal vorausgesagt hat. Christsein ist kein Zuckerschlecken, sondern täglicher Kampf mit dem Spott der Welt und dem eigenen Versagen. Anfechtungen gehören zum Christenleben dazu. Sie bleiben uns nicht erspart, aber Jesus schenkt uns Kraft, sie zu ertragen. Dazu verhilft kein Strohfeuer, sondern nur Nüchternheit und ein festes Gegründetsein in Jesus und Seinem Wort.
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Freude vergeht, die vom Augenblick lebt.
Freude besteht, die den Augenblick hebt.
Freude, die Tiefe erstrebt.
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(-Autor: Lothar Gassmann) |
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