Christlicher Glaube

Artikel verschiedener Autoren über den biblisch-christlichen Glauben

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 17.06.2024

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Jesu Kommen ist nah - daher müssen wir bereit sein d.h. gereinigt in Jesu Blut!

Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist.

1 Joh. 3,2-3

Sein Wort spricht zu dir und mir:
unser Herr steht vor der Tür!
Das Erwarten sollte nie vergehn
IHN in der Herrlichkeit selber zu sehn!

Frage: Hast Du wirklich die Hoffnung auf die Entrückung? Äußert sich das auch darin, dass Du Dich geistlich reinigst und täglich darauf achtest bereit zu sein?

Zur Selbstprüfung: Eigentlich ist es ganz logisch: Man erwartet ernstlich einen Besuch, eine gewisse Wetterlage oder was auch immer - und bereitet sich entsprechend darauf vor. Hat sich Besuch angemeldet wird z.B. Kuchen gebacken und der Tisch gedeckt. Angesichts der immens vielen Endzeitzeichen muss sich genauso jedes Gotteskind, welches wirklich ernstlich mit der Entrückung rechnet, vorbereiten und auf Bereitschaft d.h. Reinheit und geheiligtes Leben achten! So meidet man schon geradezu automatisch die Sünde um bloß kein Flecken aufs `Brautkleid` zu bekommen! Lasst uns den Bräutigam Jesus Christus täglich erwarten, in der Heiligung leben, die Sünde meiden und somit auch wahrlich für Sein Kommen bereit sein! Vielleicht ist es ja heute soweit ...!

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Die Gnade Gottes


"Jesus sollte für das Volk sterben, aber nicht nur für dies Volk, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zu sammeln"

Johannes 11,51 f.

Jesus hat den toten Lazarus auferweckt. Jetzt haben die Pharisäer und Hohenpriester Angst, dass Jesus das ganze Volk aufwiegelt und die Römer ihnen Land und Leute wegnehmen. Da reift der Todesbeschluss. Der Hohepriester Kaifas sagt: "Es ist besser für euch, ein einzelner Mensch stirbt für das Volk, als dass das ganze Volk umkommen muss" (Johannes 11,50).

Damit sind in ein und demselben Satz mit ein und denselben Worten zwei diametral entgegengesetzte Aussagen gemacht. Erkennen wir die Doppelbedeutung?

1) Vordergründig könnte die Aussage lauten: Jesus muss sterben, damit das Volk friedlich bleibt und die Römer nicht gegen sich aufbringt. Wenn der "Ruhestörer" Jesus beseitigt ist, herrscht wieder Ruhe im Land und auch das Ansehen der Pharisäer und Hohenpriester ist nicht mehr gefährdet. Jesus soll also für, das heißt anstelle des Volkes sterben.
2) Zweitens steckt mehr hinter dieser Aussage. Der Evangelist sieht göttliche Weissagung in den Worten des Kaifas; denn man kann sie ja auch so verstehen: Jesus soll für, das heißt zur Sühne für das Volk sterben (und in diesem Sinn auch anstelle des Volkes). Jesus soll sterben, weil die Sünden des Volkes so schwer sind, dass es sie nicht selbst tragen kann.

Ob sich Kaifas selbst dieser Bedeutung seiner Worte bewusst war, mag dahingestellt sein. Fest steht aber, dass mit dem Hohepriestertum als Amt die Gabe der Weissagung verbunden sein konnte. "Dies Volk"! - Das ist das erwählte Volk des Alten Bundes: Israel. Nun aber wird der Horizont von Gottes Heilshandeln ausgedehnt: "nicht nur für dies Volk, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zu sammeln". Die verstreuten Kinder Gottes - das sind wir alle, die Heidenvölker. Jesus selber spricht davon, dass Er zuerst zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt sei (Matthäus 15,24). Aber ebenso kann Er sagen: "Ich habe auch noch andere Schafe, die nicht aus diesem Gehege stammen; die muss Ich noch hinzuführen" (Johannes 10,16). Das Ziel ist die eine Herde unter einem Hirten.

So dürfen wir heute erfahren: Die Gnade Gottes in Jesus ist universal (allumfassend) und total (ganzheitlich). Universal, weil sie alle Völker, Rassen, Klassen, Geschlechter und Generationen umfassen will: Arme und Reiche, Hohe und Niedrige, Erwachsene und Kinder... Total, weil sie den ganzen Menschen in allen seinen Lebensbezügen verändern und heilen will.

Der Weg der Gnade verläuft zentrifugal (von einer Mitte ausgehend) und zentripetal (auf eine Mitte zustrebend). Zentrifugal geht die Gnade vom erwählten Volk Israel aus (das Heil kommt von den Juden, Johannes 4,22; Jesus war Jude). Und zentripetal führt sie die Verstreuten der Welt zum einen HERRN Jesus hin zusammen. Die Mission, das Zentrifugale, verläuft räumlich (allerdings jetzt von den Christen ausgehend). Die Sammlung, das Zentripetale, verläuft geistlich. Das heißt: Alle Völker sollen mit der Frohen Botschaft erreicht werden und über die räumlich bestehenden Grenzen hinweg im einen HERRN Jesus Christus ihre geistliche Mitte finden.

So gilt für uns: hier in der Welt missionierend auf den anderen zugehen, zugleich aber nach oben weisen zum HERRN! Ein klares evangelistisches Wort und zeugnishafte Taten der Nächstenliebe können für einen Menschen Anstoß und Startpunkt zum Glauben an Jesus sein. Auch heute. Wir beten:

Du kamst in unsere dunkle Welt und brachtest ihr das Licht.
Wer an Dich glaubt und zu Dir hält, der fürchtet sich nun nicht.
Du gabst am Kreuz Dein Leben hin als Opfer für die Welt.

Dem Todesfürst bleibt kein Gewinn. Der Satan ist gefällt.
Du standest auf von Grab und Tod, gingst zu den Jüngern hin.
Und die Dich sahen, priesen Gott: Dein Tod ist nun Beginn.


(-Autor: Lothar Gassmann)


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